Melbourne wird zeigen, ob der Mercedes dieses Jahr besser mit den Reifen umgeht

Formel 1 2013

— 06.03.2013

Red Bull nimmt "gefährliches" Mercedes-Team ernst

Warum Christian Horner und Sebastian Vettel Mercedes zu den härtesten Konkurrenten zählen und wieso der Druck für Red Bull im Winter so groß wie nie war



Ist Mercedes wirklich so stark wie am Ende der Tests? Ist Red Bull durch das Renault-Mapping-Verbot geschwächt? Kann ein Team aus dem Mittelfeld für eine Sensation sorgen? Fragen, auf die es erst in Melbourne eine Antwort geben wird, denn durch das Graining der Reifen und das schlechte Wetter waren die Testfahrten 2013 nur wenig aufschlussreich.

Dennoch wird derzeit spekuliert, wie die aktuelle Hackordnung in der Formel 1 aussieht. Und viele Experten sind der Ansicht, dass Mercedes dieses Jahr tatsächlich einen Schritt nach vorne gemacht hat und in Melbourne eine Überraschung liefern könnte. Auch Red-Bull-Teamchef Christian Horner sieht die neu formierte Truppe - Lewis Hamilton und Toto Wolff sind zum Team gestoßen, Michael Schumacher und Norbert Haug Geschichte - als möglichen Geheimtipp.

Horner glaubt an Hamilton-Faktor

"Mercedes hat, wenn man ihr Programm in Betracht zieht, einige aufsehenerregende Zeiten gefahren", lobt er die Mannschaft aus Brackley gegenüber der 'BBC'. "Ihr Auto sieht schnell aus - und mit Lewis im Team werden sie klarerweise einen Schritt nach vorne machen."

Horner ist der Ansicht, dass es für Mercedes dieses Jahr darauf ankommen wird, ob man auch bei der Weiterentwicklung des Autos zugelegt hat: "Ihre Herausforderung wird sein, die ganze Saison über schnell zu sein, denn bereits in den vergangenen Jahren waren sie zu Beginn schnell." Da Hamilton "ein Weltklasse-Fahrer ist", werde er das Niveau bei Mercedes auf jeden Fall verbessern, glaubt Horner: "Er bringt Rundenzeit, und deshalb haben sie ihn verpflichtet. Ich bin sicher, dass sie dieses Jahr eine Rolle spielen werden."

Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel hat die "Silberpfeile" ebenfalls auf der Rechnung: Der Weltmeister konzentrierte sich bei den Tests meist auf sein eigenes Team, doch die Bestzeiten von Mercedes an den letzten zwei Tagen haben auch ihn beeindruckt. "Nico ist hervorragende Rundenzeiten gefahren, was uns nur beweist, dass sie sicher zu den härtesten Konkurrenten gehören werden", glaubt Vettel, der Rosberg und Hamilton dieses Jahr als "sehr gefährlich" einstuft.

Red Bull hatte noch nie so wenig Entwicklungszeit

Doch wo steht Red Bull? Trotz der Balanceprobleme in der letzten Testwoche sieht Teamchef Horner die Lage gelassen, und führt dies auf die Philosophie seines Teams zurück, selbst in der Stunde des Erfolgs nach Wegen zu suchen, sich zu verbessern.

"Diese Philosophie hat sich im Winter im ganzen Team gezeigt", erzählt er. "Weil das Titelrennen im Vorjahr bis zum Brasilien-Grand-Prix lief, mussten wir bis zum Schluss entwickeln. Dadurch hatten wir bei diesem Auto so wenig Design- und Produktionszeit wie bei keinem anderen bisher. Dennoch wurde es pünktlich für den ersten Test fertig, war zuverlässig und machte auf Anhieb einen schnellen Eindruck. Die Art und Weise, wie das Team als Gruppe arbeitet, mit der Stabilität in allen Bereich, ist sehr wichtig für uns."

Fotoquelle: xpbimages.com

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