Sauber geht optimisitsch in die Saison, hofft aber auf mehr Zuverlässigkeit

Formel 1 2013

— 10.03.2013

Sauber atmet auf: Auto cool, Fahrer heiß

Der frühere Teamchef will wegen der empfindlichen Pirelli-Reifen keine Hysterie entfachen, sieht Mercedes an der Spitze und seine Truppe im Mittelfeld



Die Formel-1-Saison startet in der kommenden Woche in Melbourne, die Regeln sind stabil geblieben und fast alle Spitzenfahrer haben ihre Cockpits behalten: Eigentlich sind die Zeiten günstig für Prognosen. Dennoch tappen viele Experten im Dunkeln, welches Team denn nun den schnellsten Boliden auf die Räder gestellt hat. Auch Peter Sauber wagt sich nicht aus der Deckung. "Die Antwort darauf zu finden, ist heute noch schwieriger als sonst", rätselt der Ex-Teamchef in seiner 'Blick'-Kolumne.

Für die geringe Aussagekraft der Tests macht Sauber einerseits das schlechte Wetter, andererseits die schnell einbrechenden Pneus verantwortlich: "Um eines klarzustellen: Das ist keine Kritik an Pirelli", betont der 69-Jährige und unterstreicht: "Dass ein Supersoft-Reifen auf einer so fordernden Strecke wie Barcelona bei so tiefen Temperaturen nicht richtig funktioniert, ist durchaus normal." Sauber sieht diesen Sachverhalt im Einklang mit der Ankündigung der Italiener, einen aggressiveren Ansatz zu wählen.

Der Schweizer zieht seine Schlüsse und rechnet wieder mit mehr Boxenstopps, nachdem es zum Ende der vergangenen Saison mehr Freizeit für die Crews gegeben hatte. Zum Kreis der Favoriten auf Grand-Prix-Siege zählt Sauber Mercedes und spricht von einem "klaren Ausrufezeichen", das die Silberpfeile in Jerez und in Barcelona gesetzt hätten. "Red Bull dagegen hielt sich bisher vornehm zurück, aber wer daraus schließt, dass sie nicht ganz vorne dabei sind, wird sicher eine böse Überraschung erleben."

Die finanziellen Mitteln des Brauseriesen nennt Sauber den Grund, warum das Team um Sebastian Vettel schnell auf Probleme reagieren könne. Seine eigene Truppe zählt er zum Mittelfeld und attestiert eine zufriedenstellende Saisonvorbereitung. Die schmalen Seitenkästen, wichtigste Innovation am C32, haben sich in Spanien als verlässliche Größe herausgestellt: "Bereits nach dem ersten Tag konnte Entwarnung gegeben werden: Die Kühlung zeigte sich als sehr leistungsfähig", atmet Sauber auf.

Nur Positives kann er von den ersten Ausfahrten Nico Hülkenbergs und Esteban Gutierrez' aber nicht berichten, er hadert mit der Zuverlässigkeit des neuen Autos: "Da haben unsere Techniker noch ein wenig zu tun", prognostiziert Sauber. Der mit Ferrari-Motor ausgestattete C32 führt die Mannschaft aus Hinwil in die insgesamt 21. Formel-1-Saison. Als Teamchefin hat die Österreicherin Monisha Kaltenborn am Kommandostand das Zepter von Sauber übernommen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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