Adrian Sutil hat in seinem Jahr Auszeit offenbar nichts verlernt

Formel 1 2013

— 15.03.2013

Sutil optimistisch: "Können es in Q3 schaffen"

Im Vorjahr noch ohne Cockpit, findet sich Adrian Sutil in Melbourne am Freitag bestens zurecht und zeigt sich für den Samstag angriffslustig



Seine einjährige Abwesenheit war ihm schon bei den Winter-Testfahrten in Barcelona nicht anzumerken und auch am ersten Trainingstag in Australien lief offenbar alles nach Plan: Adrian Sutil ist zurück auf der Formel-1-Bühne und setzte mit Rang neun im Freitags-Training in Melbourne mit seinem Force India direkt mal ein Ausrufezeichen.

"Heute lief es ziemlich gut für mich, ich konnte gut mit meinem Ingenieur zusammenarbeiten", gibt der 30-Jährige nach den zwei 90-minütigen Trainingssitzungen entspannt zu Protokoll. "Wir mussten an der Abstimmung nicht viel verändern, arbeiteten ein bisschen in die eine, dann wieder in die andere Richtung."

Die Streckenverhältnisse seien zwar nicht optimal, aber immerhin konstant gewesen: "Der Grip nahm etwas zu, nicht sehr stark, aber der Asphalt war am Nachmittag nicht mehr so rutschig", so Sutil.

Klarheit lieferten am Freitag die ersten Reifentests. Offenbar funktioniert die mittelweiche Pirelli-Mischung im Albert Park besser als die superweiche Variante: "Wenn man mit der superweichen Mischung unterwegs ist, muss man den Frontflügel steiler stellen, das Gegenteil ist beim härteren Reifen der Fall." Dann neige sein VJM06 eher zum Übersteuern, weshalb man wiederum den vorderen Spoiler flacher stellen müsse: "Insgesamt ist die härtere Mischung die bessere, den superweichen Reifen können wir außer Acht lassen", merkt Sutil an.

Einjährige Auszeit tat Sutil gut

Sutils Teilnahme am heutigen Freien Training war der erste Arbeitstag des Deutschen seit seinem Rauswurf bei Force India Ende 2011. Die Saison hatte er damals mit 42 Punkten auf WM-Rang neun beendet, deutlich vor seinem damaligen und heutigen Teamkollegen Paul di Resta (heute auf Platz 12), der auf 27 Zähler kam. Die Verurteilung zu einer Bewährungsstrafe wegen Körperverletzung Anfang 2012 sorgte dafür, dass Sutil sein persönliches Leben neu ordnen musste.

In gewisser Hinsicht habe die Auszeit auch etwas Positives gehabt: "Das Jahr Pause war für mich schon ganz gut", so Sutil. "Es ist natürlich immer eine schwierige Situation für einen Rennfahrer, nicht im Auto zu sitzen. Aber man kann sich auch etwas erholen. Der Job ist so stressig. Man hat nie Zeit, sich über Dinge Gedanken zu machen, sondern muss immer auf den Punkt Leistung bringen. Ich habe die Zeit genutzt und fühle mich jetzt entspannter und habe ein anderes, positiveres Gefühl wenn ich im Auto sitze."

Gute Chancen fürs Qualifying

Persönlich befindet sich Sutil somit offenbar in Topform. Und auch in Sachen Reifenwahl besteht schon Klarheit. Die Marschrichtung steht für Sutil ebenfalls fest: "Wir konzentrieren uns auf die Spitze und glauben, es in Qualifying 3 schaffen zu können", zeigt sich Sutil für den Samstag angriffslustig.

"Wir liegen aussichtsreich im vorderen Teil des Mittelfelds und müssen unsere Chancen nutzen. Alles ist möglich." Eine zusätzliche Chance könnten die Wetterbedingungen bieten. Sutil: "Morgen soll es regnen, wir werden also Vollgas geben und nach vorne fahren. Was sonst?"

Fotoquelle: xpbimages.com

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