Ecclestone und Hamilton: Der Zampano will Details aus erster Hand erfahren haben

Formel 1 2013

— 19.03.2013

Hamilton lieber auf dem Abstellgleis als bei McLaren?

Bernie Ecclestone denkt nicht, dass der Wechsel zu Mercedes mit Geld zu tun hatte und erklärt, dass Hamilton eine Zwangspause Woking vorgezogen hätte



Bei den abschließenden Wintertests in Barcelona war Mercedes an der Spitze, beim Saisonauftakt am Wochenende in Melbourne kam Lewis Hamilton als Fünfter ins Ziel - gemessen an den Erwartungen des Teams gar nicht so schlecht. Zuletzt gelang ein ähnliches Resultat im Juni vergangenen Jahres in Valencia, als Michael Schumacher auf Rang drei fuhr. Das Ex-Team des britischen Superstars, McLaren, schien weit ab vom Schuss. Jenson Button wurde Neunter, Sergio Perez Elfter.

Wie berichtet wurde, soll Hamilton deshalb zu den Silberpfeilen gewechselt sein, weil seine geschätzte Jahresgage mit 25 Millionen US-Dollar (umgerechnet circa 19,3 Millionen Euro) 25 Prozent über seinem früheren Salär bei McLaren liegen soll. Bernie Ecclestone glaubt, dass hinter der Entscheidung mehr steckt als Geld. "Mercedes hat mit Sicherheit den besten Motor und einen der besten Fahrer der Welt", sagt der Formel-1-Promoter, der die Finanzen nicht für den wichtigsten Beweggrund hält.

Der McLaren-Vorsitzende Ron Dennis habe ihm gesagt, dass er Hamilton hätte halten können, wenn er das gewollt hätte. Ecclestone fügt an, dass die Situation so angespannt gewesen sei, dass der 28-Jährige ihm anvertraut hätte, lieber ein Jahr Pause einlegen zu wollen als beim Team zu bleiben: "Ron sagte, er hätte mit Lewis weitermachen können, er habe es aber nicht gewollt. Lewis erklärte mir, dass er dann eine Saison lang ausgesetzt hätte. Warum es zu den Verwerfungen kam, weiß ich nicht."

Ecclestone betont, dass der schnöde Mammon für Hamilton zweitrangig gewesen sei: "Fairerweise muss man sagen, dass Lewis McLaren nicht des Geldes wegen verlassen hat. Keine Ahnung, was es war, aber jedenfalls nichts Finanzielles. Er wollte einfach nur eine Veränderung, denke ich", so der Zampano, der über die Hintergründe der wohl spektakulärsten Personalie des vergangenen Winters nur spekulieren kann: "Er dachte wahrscheinlich, er sei schon lange genug dort gewesen, und wollte weiterziehen."

Nachdem sich Hamilton Mercedes anschloss, wurde Toto Wolff als Motorsport-Chef verpflichtet, genau wie Ex-Weltmeister Niki Lauda investierte er in das Formel-1-Team. McLarens Technikchef Paddy Lowe wird wohl im kommenden Jahr zu Mercedes stoßen, was Ecclestone auf den Piloten zurückführt: "Als ich mit ihnen über Lewis gesprochen habe, sagte ich ich ihnen, dass sie die richtigen Leute bekommen würden, weil sie davon überzeugt seien, jetzt zu einem Siegerteam zu stoßen."

Ecclestones Schlussfolgerung lautet, dass Mercedes "die gleichen Reifen wie jeder andere" habe und "auf den gleichen Strecken wie die Konkurrenz" fahre. Deshalb käme es darauf an, ob "die Führung des Teams gut" sei. Sollte der erste Grand Prix des Jahres irgendwelche Aussagekraft besitzen, sieht die Ausgangsposition der Silberpfeile deutlich freundlicher aus als zuvor.

Fotoquelle: xpbimages.com

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