Fernando Alonso fährt in Malaysia seinen 200. Grand Prix

Formel 1 2013

— 20.03.2013

Ferrari will das Beste aus dem Paket machen

Nach dem starken Saisonauftakt will Ferrari beim Hitzerennen in Malaysia nachlegen und die Spitze der Konstrukteurswertung behaupten



Nur zwei Tage nachdem die Ferrari-Mechaniker in Melbourne die beiden F138 und die Ausrüstung verpackt hatten, konnten sie die Fracht im Fahrerlager von Sepang schon wieder ausladen. Eine Woche nach dem Saisonauftakt findet dort mit dem Großen Preis von Malaysia der zweite Saisonlauf der Formel-1-Weltmeisterschaft statt. Auch Fernando Alonso, der in Sepang seinen 200. Grand Prix bestreitet, und Felipe Massa reisten schon am Wochenbeginn nach Malaysia, um sich an das schwüle und heiße Klima zu gewöhnen. Nach dem erfolgreichen Auftaktrennen in Melbourne blickt Ferrari optimistisch auf die zweite Saisonstation.

"Das erste Grand-Prix-Wochenende der Saison in Australien war für uns positiv", sagt Teamchef Stefano Domenicali. "Wir hatten im Vorfeld gesagt, dass es unser Ziel war, aufs Podium zu fahren, und das haben wir erreicht." Allerdings kann sich auch der Italiener noch kein klares Bild von der Rangordnung unter den Teams machen. "Wir haben ein sehr ungewöhnliches Wochenende erlebt. Das Qualifying am Samstag und Sonntag hat ein Bild vom Kräfteverhältnis geliefert, das Sonntagabend nach dem Rennen völlig anders aussah. Es war wichtig, dass beide Fahrer starke Leistungen gezeigt haben, denn das ist eine großartige Basis für eine konkurrenzfähige Saison."

Nach den Plätzen zwei durch Alonso und vier durch Massa führt Ferrari derzeit die Konstrukteurswertung der Formel 1 an - sehr zur Freude des Teamchefs. "Ferrari an der Spitze der Konstrukteurswertung zu sehen, ist eine tolle Belohnung für die Menschen, die so hart dafür gearbeitet haben, sowohl an der Rennstrecke als auch zu Hause in Maranello. Aber es war nur der erste Schritt einer sehr langen Saison. Jetzt müssen wir die Daten aus Melbourne analysieren, um uns auf das Wochenende in Malaysia vorzubereiten", so Domenicali.

Nun warte mit dem 5,543 Kilometer langen Kurs in Sepang eine neue Herausforderung auf Ferrari. "Sepang ist eine völlig andere Strecke. Unser Plan ist, aus unserem Paket das Beste zu machen", so Domenicali. Die schnellen Kurven und der raue Asphalt setzt die Reifen einer hohen Belastung aus, weshalb Pirelli die beiden härtesten Mischungen hart und medium einsetzt. Während die kühlen Bedingungen am Renntag in Melbourne für Graining der Reifen sorgten, wir in Sepang der Reifenabbau durch die Hitze eine größere Rolle spielen.

"Wir müssen abwarten, wie sich das Auto in dieser vollkommen anderen Umgebung verhält. Die Streckenoberfläche ändert sich, und die Wetterbedingungen sind einzigartig, sehr heiß und schwül, was an diesem Wochenende auf die Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Einfluss haben wird", so Domenicali. "Wie immer werden wir beim Abtrieb einen Kompromiss eingehen müssen, um sowohl in den engeren Sektionen als auch auf den beiden langen Geraden zurechtzukommen."

Wegen der flachen Randsteine werden die Autos steif und tief eingestellt. Trotz der hohen Temperaturen stellt die Kühlung des Motors und der Bremsen in Sepang wegen der langen Geraden kein Problem dar. In der Vergangenheit war Sepang für Ferrari ein gutes Pflaster. Von den bisher 14 Rennen gewann die Scuderia sechs, darunter die Premiere im Jahr 1999 durch Eddie Irvine.

Im Vorjahr setzte sich Alonso, der schon 2005 und 2007 in Sepang gewonnen hatte, in einem Regenrennen gegen Sauber-Pilot Sergio Perez durch und bescherte Ferrari nach schwachem Saisonstart einen unerwarteten Erfolg. Unvergessen bleibt die emotionale Reaktion von Teamchef Domenicali nach der Zieldurchfahrt, der am Boxenfunk von einem der schönsten Siege überhaupt sprach.

Fotoquelle: xpbimages.com

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