Nico Rosberg hatte in Q3 mit abbauenden Intermediates zu kämpfen

Formel 1 2013

— 23.03.2013

Mercedes: "Verbesserungen bei jedem Rennen"

Mercedes möchte die Spitze im Eiltempo einholen: Ross Brawn sieht Mercedes im Trockenen in den Top 6, strebt aber bereits für das Rennen in Sepang mehr an



Der Aufwärtstrend bei Mercedes hat sich auch in Sepang bestätigt. Im Trockenen zeigte Nico Rosberg sowohl in Q1 als auch in Q2 gute Leistungen und im Nassen lag Lewis Hamilton lange an der Spitze, bis er in Q3 noch auf Startplatz vier verdrängt wurde. Die Ambitionen für das Rennen sind bei Mercedes hoch. Nach dem nicht ganz geglückten Auftakt in Melbourne möchte man es in Malaysia besser machen.

Sollten Hamilton und Rosberg auf ihren Startpositionen ins Ziel kommen, wäre Teamchef Ross Brawn nur bedingt zufrieden. "Es wäre okay. Es gibt schlechtere, aber auch bessere Ergebnisse. Ich denke, die Fahrer haben am vergangenen Wochenende gut gearbeitet und auch die Ingenieure haben gut gearbeitet, um die Autos so hinzubekommen, wie wir uns das vorstellen. Wenn alles zusammenkommt, dann wären die Positionen vier und sechs vermutlich eine Enttäuschung. Es ist schwierig, jetzt zu spekulieren", berichtet Brawn. "Wir befinden uns in keiner schlechten Position."

"Ich denke nicht, dass wir im Trockenen das wahre Potenzial von allen Autos sehen konnten", gibt Brawn zu bedenken. Sebastian Vettel kam beispielsweise nur knapp durch die trockenen Sessions. Im nassen Q3 eroberte der Deutsche dann die Pole-Position. "Ich denke, wir wären wohl in den Top 6 gelandet. Über die Positionen vier und sechs hätten wir uns in der zweiten Hälfte der vergangenen Saison sehr gefreut", betont Brawn. "Nun sind wir etwas enttäuscht."

Rosberg bedauert Strategiefehler

Rosberg hätte in Q3 sicher mehr als Startplatz sechs erreichen können, wenn er wie Vettel zum Reifenwechsel an die Box gekommen wäre. "Es war nicht so eindeutig, dass es der richtige Weg war, die Reifen zu wechseln. Im Nachhinein lagen wir falsch, ganz klar. Meine Reifen haben ziemlich stark abgebaut. Die Strecke wurde immer besser und meine Reifen immer schlechter", berichtet der Mercedes-Pilot. "Die Entscheidungen treffen wir alle zusammen. Wir haben zusammen nicht die beste Entscheidung getroffen, leider."

Teamkollege Hamilton darf zwei Startplätze vor Rosberg ins Rennen starten. Der teaminterne Kampf bei Mercedes hat bisher alle Erwartungen erfüllt. "Ich wusste, dass es hart wird. Das habe ich erwartet. Das ist toll. Dafür bin ich hier, ich liebe solche Herausforderungen. Ich weiß, wie schnelle Lewis ist. Ich bin gegen ihn Kart gefahren. Es war bisher keine Überraschung für mich", erklärt Rosberg. "Ich war auch gegen Michael sehr motiviert. Bei Lewis ist es genauso. Es hat sich also nicht geändert."

Brawn rätselt über Kräfteverhältnisse

"Wir gehören zur Gruppe der schnellsten Teams und haben gute Fortschritte erzielt. Wir werden hart weiter daran arbeiten, weiter Fortschritte zu erzielen. Wir werden weiterhin neue Teile bringen. Morgen wird es darum gehen, die Reifen optimal zu nutzen und das Maximum aus ihnen herauszuholen. Wir benötigen eine gute Strategie. Morgen erhalten wir eine weitere Auskunft über die Kräfteverhältnisse", ist sich der Mercedes-Teamchef Brawn sicher.

In Sepang sind die Reifen erneut das Thema, das die meiste Aufmerksam erhält. "Das ist eine Herausforderung, der wir uns stellen müssen. Es gibt viele Diskussionen, was gut für den Sport und die Rennen ist", weiß auch Brawn, der die Reifen nicht so hart kritisiert wie einige seiner Kollegen. "Wir konnten in Melbourne ein tolles Rennen beobachten. Ich denke, es ist ein bisschen zeitig, um vorauszusagen, was morgen passiert. Die Ingenieure und Fahrer werden ziemlich stark gefordert. Es ist einer der anspruchsvollsten Kurse für die Reifen und kein zuverlässiger Gradmesser für den Rest der Saison. Es liegt an uns, die Herausforderung anzunehmen und das Maximum herauszuholen."

Mercedes kann durch den Regen in Q3 auf genug neue Reifensätze zurückgreifen. "Einen Stint mit einem neuen Reifensatz zu beginnen, gibt einem immer einen Vorteil. Es ist eine Hilfe. Und ich denke, dass wir genug neue Reifensätze übrig haben, um das zu machen, was wir wollen. Doch das haben die meisten unserer Mitbewerber ebenfalls", vergleicht er. "Alle haben im Rennen ziemlich viel Auswahl in Sachen Reifen."

Detailverbesserungen seit Melbourne

Im Vergleich zu Melbourne hat Mercedes an Details gearbeitet. "Es gab kleine Änderungen, nichts Großes, kleine Evolutionsentwicklungen. Es ist unser Anspruch, das Auto bei jedem Rennen schneller zu machen", hebt Brawn hervor und sieht im Vergleich zu den Vorjahren einige Fortschritte. "Ich denke, dass unsere Organisation deutlich besser ist. Die Änderungen, die wir im Vorjahr gemacht haben, zahlen sich aus. Wir können bei jedem Rennen Verbesserungen haben. Die Änderungen, die wir seit Melbourne gemacht haben, scheinen sich auszuzahlen. Wir haben in diesem Jahr mindestens einen Schritt nach vorne gemacht. Es reicht noch nicht ganz, aber es ist immerhin ein Schritt nach vorne."

Vor allem der Reifenverschleiß des W03 sollte nicht auf den W04 übertragen werden, was offensichtlich gelungen ist. "Das Auto ist mit Sicherheit besser in diesem Jahr", bemerkt Rosberg. "Es macht viele Dinge einfacher. Das Reifenmanagement ist sicher genauso schwierig wie in der vergangenen Saison. Unser Auto ist aber dennoch besser." Neben dem Umgang mit den Reifen stand aber auch eine Verbesserung der Aerodynamik im Lastenheft.

"Seit die Aerodynamik der Formel-1-Autos verstanden wurde, ging es um einen Kompromiss zwischen der Aerodynamik und der Aufhängung. In jedem Jahr, in dem ich in der Formel 1 war, ging es um eine ideale Balance zwischen der Performance der Aufhängung und der Aerodynamik. Es variiert von Strecke zu Strecke. Es war viele Jahre so und hat sich nicht geändert", erinnert sich Brawn.

Fotoquelle: xpbimages.com

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