Sebastian Vettel sieht nur ungern das Heck von Teamkollege Mark Webber

Formel 1 2013

— 26.03.2013

"Schafft ihn aus dem Weg": Marko verteidigt Vettel-Funkspruch

Red Bulls Motorsportkonsulent Helmut Marko erklärt, wieso er mit Sebastian Vettels aggressivem Funkspruch kein Problem hat - David Coulthard gibt Rückendeckung



In der 28. Runde des Grand Prix von Malaysia trauten viele ihren Ohren nicht. "Mark ist zu langsam. Schafft ihn aus dem Weg. Er ist zu langsam", funkte Sebastian Vettel an die Red-Bull-Box. Der Weltmeister folgte zu diesem Zeitpunkt seinem Red-Bull-Teamkollegen Mark Webber, der zum richtigen Zeitpunkt auf Trockenreifen gewechselt und dadurch die Führung übernommen hatte.

Was später geschah, ist bekannt: Vettel hielt sich nicht an die Teamorder, trickste Webber aus und gewann den Grand Prix. Kritiker meinen aber, dass er mit diesem Funkspruch bereits früh gezeigt hatte, wie er die Machtverhältnisse bei Red Bull sieht und dass alles nach seiner Pfeife zu tanzen hat.

Marko: Vettel musste sich Mercedes vom Leib halten

Nicht dieser Meinung ist allerdings Red Bulls Motorsportkonsulent Helmut Marko. Der Österreicher ist dem Vettel-Lager zuzurechnen und gilt als Kritiker Webbers. Er verteidigt den umstrittenen Funkspruch gegenüber dem Formel-1-Blog von Reporter Adam Cooper: "Das war in Ordnung, denn Hamilton war hinter ihm und kam in den DRS-Bereich."

Wäre Hamilton also noch näher gekommen, hätte er den Flügel auf der Geraden flachstellen und Vettel überholen können. "Mark erhielt die Nachricht und fuhr sofort schneller", schildert Marko die Ereignisse. "So sollte ein Team funktionieren." Er will den Wortlaut nicht überbewerten: "Er hat nur gesagt, dass Mark zu langsam ist. Man darf nicht übersehen, dass hinter ihm Hamilton und Rosberg nicht nur in DRS-Nähe kamen, sondern ihn auch beim Boxenstopp überholen hätten können."

Coulthard: Webber hätte es gleich gemacht

Auch Ex-Red-Bull-Pilot David Coulthard sieht den Funkspruch nicht so dramatisch. "Die Teams wollen doch zwei Nummer-Eins-Piloten, die sich gegenseitig pushen", sagt er gegenüber 'ServusTV'. "Man wäre da auch enttäuscht, wenn er sagen würde: 'Ich kann nicht schneller, ich bleibe dahinter'."

Der Schotte glaubt: "Wäre Mark Zweiter gewesen, hätte er genau das Gleiche gemacht." Er selbst hat in seiner Zeit bei McLaren mit Mika Häkkinen aber nie einen derartigen Funkspruch losgelassen, behauptet er. Der Grund: "Mika war nie zu langsam. Deshalb hätte ich das nie sagen können", schmunzelt er.

Fotoquelle: Pirelli

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