Trägt Jules Bianchi auch in der Saison 2014 den Marussia-Overall?

Formel 1 2013

— 04.04.2013

Bianchi bei Marussia glücklich

Jules Bianchi würde nach dem starken Auftakt in die Saison gern eine weiteres Jahr bei Marussia bleiben - Fernziel des Franzosen ist und bleibt Ferrari



Jules Bianchi ist in Reihen der fünf diesjährigen Formel-1-Rookies bis dato klar der überzeugendste. Wenngleich der Franzose, der im Jahr 2009 die Formel-3-Euroserie gewann, in den vergangenen Jahren sowohl den GP2-Titel als auch den Titel in der Renault-World-Series verpasste, vollbringt er am Steuer des Marussia MR02 wahre Heldentaten. Aufgrund seiner, durch Luiz Razias Sponsorenprobleme erst möglich gewordenen, späten Beförderung ins Cockpit rechnet Bianchi sogar erst ab dem Europa-Auftakt (12. Mai in Barcelona) damit, das volle Potenzial aus dem Marussia herausholen zu können.

"Vielleicht ist es besser, in der Formel 1 mit weniger Druck beginnen zu können", spricht Bianchi gegenüber 'Autosport' die Tatsache an, dass er sich lange im Rennen um das zweite Force-India-Cockpit neben Paul di Resta befand, schließlich aber gegen Adrian Sutil den Kürzeren zog. Bei Marussia kann sich der 23-jährige Franzose nun abseits des großen Drucks an die Rennen der Königsklasse gewöhnen und weitere Erfahrungen sammeln.

"Ich habe in der Vergangenheit ein paar Fehler gemacht", rekapituliert Bianchi seinen bisherigen Werdegang und die zuletzt verpassten Titel in den Nachwuchsserien. Davon lässt sich der Formel-1-Rookie aber nicht aus dem Konzept bringen und stellt klar: "Jeder Fahrer macht Fehler, auch die besten in der Formel 1."

Aufgrund seiner langjährigen Zugehörigkeit zum Ferrari-Nachwuchsprogramm hat der Mann aus Nizza bei einem der Topteams bereits einen Stein im Brett. Mit derlei Zukunftsgedanken beschäftigt sich Bianchi im Moment allerdings ebenso wenig wie mit in der Vergangenheit verpassten Chancen: "Im Moment besteht mein Ziel darin, eine sehr gute Saison für Marussia zu fahren, zu lernen und bestmöglich vorbereitet in das nächste Jahr zu gehen. Ich muss zunächst einmal die Strecken lernen, denn die Hälfte ist mir fremd. Zudem muss ich alles im Hinblick auf Starts und Boxenstopps lernen. Diese Prozeduren sind mir in der Form ebenfalls neu."

Trotz seiner Verbindung zu Ferrari hätte Bianchi Stand heute nichts dagegen, auch in der Saison 2014 für Marussia an den Start zu gehen. Früher oder später schwebt ihm aber sehr wohl eine Anstellung in Maranello vor. "Sollte ich hier bleiben, wäre ich glücklich, aber wir müssen abwarten, was sich ergibt. Ferrari hat nach wie vor ein Auge auf mich. Es ist wichtig, ihnen zu zeigen, dass sie mit der Wahl auf mich richtig lagen. Ich hoffe, wir können in der Zukunft gemeinsame Sache machen", so der Franzose.

Fotoquelle: xpbimages.com

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