Formel 1 2013

— 08.04.2013

Bianchi: Beste Eigenwerbung zum Saisonstart

Marussia-Last-Minute-Verpflichtung Jules Bianchi und seine überzeugenden Auftritte in Australien und Malaysia: Der Franzose empfiehlt sich für Größeres





Jules Bianchi hat in den vergangenen Wochen die Höhen und Tiefen eines Rennfahrerlebens kennengelernt. Der junge Franzose galt lange Zeit als aussichtsreicher Kandidat für ein Rennockpit bei Force India, doch das Team entschied sich in der letzten Testwoche für Adrian Sutil. Für Bianchi brach eine Welt zusammen. Nach einem Jahr als Testpilot bei den Indern hatte er sich große Hoffnungen auf einen Aufstieg gemacht. Der kam zwar noch zustande, aber auf anderem Wege als gedacht.

"Es ging alles so schnell. Mittwochs bestätigte Force India Adrian Sutil für das Cockpit, nur zwei Tage später war ich bei Marussia an Bord", erinnert sich der 23-Jährige bei 'Sky Sports F1' an die turbulenten Tage im Rahmen der Testfahrten in Barcelona. Bei Marussia war urplötzlich wieder ein Cockpit frei geworden, weil versprochene Sponsorenzahlungen von Luiz Razia nicht eingingen. Das russisch-britische Team trennte sich im Glock-Nachfolger und holte Bianchi kurzfristig an Bord - und mit ihm die Aussicht auf Ferrari-Triebwerke ab 2014.

"Ich war wirklich niedergeschlagen, aber es hat sich alles zum Guten entwickelt. Jetzt bin ich in der Formel 1. Das ist die wichtigste Tatsache", sagt Bianchi nach seiner emotionalen Achterbahnfahrt. Diese Ereignisse hat der Franzose bestens verarbeitet. Seit dem Saisonstart überzeugt er, hat seinen Teamkollegen Max Chilton deutlich im Griff. "Jules Bianchi ist mir aufgefallen. Ich weiß selbst, wie es ist, wenn man dort hinten fährt. Es geht nur darum, alles aus dem Paket herauszuholen", sagt Christian Klien gegenüber 'Pitpass'.

Ein Rookie mit Erfahrung

"Der Marussia sieht schneller aus als der Caterham, aber Bianchi schafft es manchmal sogar, annähernd auf dem Niveau von Toro Rosso oder Williams zu fahren", meint der Österreicher anerkennend. Der Youngster sei phasenweise besser als sein Auto, so Klien. "Er macht bislang alles richtig. Und das fällt auf. Durch seine enge Bindung zu Ferrari hat er vielleicht sogar die Chance auf einen Aufstieg. Das heißt nicht, dass er nächstes Jahr Ferrari fährt. Dafür ist er noch etwas zu jung, ein solches Risiko geht Ferrari niemals ein. Aber auf den Namen Bianchi sollte man achten."

Aus dem Nichts auf die Notizzettel einiger Teamverantwortlicher - so schnell geht es in der Formel 1. Für Bianchi kam der bärenstarke Auftritt beim Test und bei den ersten beiden Rennen des Jahres unerwartet. "Das hat mich selbst überrascht, denn die Vorbereitung war nicht optimal. Auf der anderen Seite war ich an die Fahrten im Formel-1-Auto gewöhnt. Ich war im vergangenen Jahr dritter Mann bei Force India und habe in Jerez und Barcelona testen dürfen", sagt er. "Es war alles nicht neu für mich. Dennoch bin ich ein Rookie, der noch viel lernen muss."

"Ich hatte sofort ein gutes Gefühl mit dem Auto", erinnert sich der Ferrari-Zögling an seine ersten Runden im Marussia. "Ich will die Rennen beenden, um möglichst an jedem Grand-Prix-Wochenende weitere Erfahrungen sammeln zu können. Wir sind vorangekommen, aber alle legen ständig nach. Auch wir müssen weiter entwickeln und sicherstellen, dass alle Neuteile, die wir an das Auto bringen, auch wirklich einen Vorteil bringen. Unser Ziel ist es, die Lücke weiter zu schließen und die Teams vor uns nach Möglichkeit zu schlagen."

"Uns fehlt sicherlich noch ein wenig, aber wenn sich mal eine Chance ergibt, dann wollen wir selbstverständlich unseren ersten Punkt einfahren", so die mutige Ansage des Neulings, der dem Team zu einem ersten Erfolgserlebnis in der Formel 1 verhelfen möchte. "Ich gebe immer mein Bestes, aber ich weiß nicht, was jeweils dabei herauskommt. Das ist im Sport nun einmal so. Mal bist du oben, mal auch wieder unten. Man muss immer an sich arbeiten, darf niemals denken, man sei bereits am Ziel. Ich will mein Level halten und steigern. Ich muss mich weiter verbessern."

Fotoquelle: xpbimages.com

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