McLaren-Geschäftsführer Jonathan Neale glaubt an die Wende in Woking

Formel 1 2013

— 09.04.2013

Neale: "Ich glaube an dieses Team und an dieses Auto"

McLaren-Geschäftsführer Jonathan Neale sieht McLaren vor einem steinigen Weg, ist vom Erfolg des MP4-28 aber überzeugt, sollten die China-Upgrades anschlagen



McLaren zog bei den ersten beiden Rennen der neuen Saison ganze vier WM-Punkte an Land. Beim Saisonauftakt in Australien kam Ex-Weltmeister Jenson Button auf Platz neun ins Ziel. Eine Woche später in Malaysia lief Neuzugang Sergio Perez auf dieser Position ein. Mehr als die beiden neunten Plätze ließ das diesjährigen Auto bis dato nicht zu.

Im Vorfeld des Grand Prix von China, der an diesem Wochenende in Schanghai über die Bühne geht, ist man im Lager der Chrompfeile nun überzeugt, die Schwachstellen des MP4-28 identifiziert zu haben. "Ich glaube, wir wissen, wo die Probleme des Autos begraben liegen" sagt McLaren-Geschäftsführer Jonathan Neale und stellt heraus: "Zwischen Australien und Malaysia haben wir es geschafft, das Auto zu verbessern."

Basierend auf diesen Erkenntnissen wird man in China mit einer ganzen Reihe von neuen Teilen auffahren. "Einige davon sind routinemäßige Upgrades, andere sind eine Reaktion auf die gegenwärtige Situation", so Neale. Von ungeheurer Wichtigkeit ist daher der erste Trainingstag in Schanghai.

Schanghai-Freitag von enormer Bedeutung

"Wir müssen unser aktuelles Pakt in China probieren, um uns über die weiteren Schritte im Klaren zu sein. Der Freitag ist ein Schlüsselelement für uns", macht der McLaren-Geschäftsführer deutlich und fügt hinzu: "Ich bin fest überzeugt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir haben eine Idee, wo die Probleme liegen. Nach dem Grand Prix von China sollten wir mehr Antworten haben."

So sieht Neale den achtfachen Konstrukteurs-Weltmeister auch in diesem Jahr durchaus noch im Titelrennen. "Es war natürlich nicht die Performance, die wir erwartet hatten", blickt der Brite auf die Rennen in Melbourne und Sepang zurück, "aber wie jeder weiß: Die Saison ist lang. Wir haben in der Vergangenheit mehrfach gesehen, dass ein Auto, welches zu Beginn des Jahres nicht auf der Pole-Position stand, bis zum Saisonende in der Lage sein kann, mitzumischen. Wenn es uns gelingt, schnell auf die Siegerstraße zurückzufinden, gibt es keinen Grund, nicht um den Titel kämpfen zu können."

Dass es alles andere als einfach wird, aus dem MP4-28 ein Siegerauto zu machen, ist aber auch Neale klar. "Bezüglich des nötigen Arbeitsaufwands, um dem Auto Beine zu machen, geben wir uns keiner Illusion hin. Es gibt kein Wundermittel, sondern es brauchte eine Reihe von Dingen, um dem Auto die nötige Performance einzuverleiben. Natürlich sind das keine idealen Voraussetzungen, aber ich glaube an dieses Team und an dieses Auto", weist der McLaren-Geschäftsführer die Spekulationen um eine Reaktivierung des Vorjahresmodells MP4-27 von sich.

Fotoquelle: xpbimages.com

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