Aus der Pole-Position ging dieses Jahr noch kein Ferrari ins Rennen

Formel 1 2013

— 09.04.2013

Fry: "Arbeiten sehr hart am Qualifying-Speed"

Ferrari-Technikchef Pat Fry fordert von seinem Team Verbesserungen im Qualiying, freut sich aber darüber, wie gutmütig der F138 bislang mit den Reifen umgeht



2012 wurde Ferrari beim Grand Prix von China nach dem Sepang-Triumph in die harte Realität zurückgeschleudert. Die Plätze neun und 13 durch Fernando Alonso und Felipe Massa waren für die "Scuderia" eine traurige Standortbestimmung. Dieses Jahr könnte das Gegenteil der Fall sein: Der F138 erwies sich in Australien und Malaysia als durchaus konkurrenzfähig, doch in Sepang schied Alonso bereits nach wenigen Runden aus, weil er es riskierte, mit einem kaputten Frontflügel bis zum ersten Stopp durchzufahren. Sein Teamkollege kam nicht über Platz fünf hinaus. Der Bolide scheint aber eine hervorragende Basis darzustellen.

Auffällig ist, dass Ferrari vor allem im Renntrim sehr stark ist und weniger Reifenverschleiß verzeichnet als etwa Red Bull. Nur im Qualifying ist man noch nicht in absoluter Topform, was die Startpositionen zwei, drei, vier und fünf belegen. Doch der Nachteil hält sich in Grenzen, da die Startaufstellung nicht mehr so großen Einfluss auf die Rennergebnisse hat wie früher.

Qualifying im Focus

"Wir haben auf allen Reifentypen, die wir bisher verwendet haben, ein gutes Renntempo gezeigt und uns gut geschlagen, dennoch liegt noch Arbeit vor uns, wenn wir im Qualifying die Schnellsten sein wollen", weiß Technikchef Pat Fry. "Daran arbeiten wir derzeit sehr hart."

Dass man im Rennen stärker ist als im Qualifying ist auch ein Ergebnis der Herangehensweise bei den Wintertests, wo man den Focus auf die Rennperformance gelegt hat: "Wir haben uns auf Longruns konzentriert, auch wenn diese nicht mehr so lang sind wie in der Vergangenheit, weil wir dieses Jahr mit mehr Boxenstopps rechnen. Das heißt aber nicht, dass wir das Qualifying-Tempo außer Acht gelassen haben."

Fry fordert hohes Entwicklungstempo

Er rechnet diesbezüglich bald mit Fortschritten, "da wir mehr über das Auto lernen und jetzt damit beginnen, das Beste aus ihm herauszuholen". Auch wenn man im Vorjahr einen schlechten Saisonstart hatte, will Fry eine Charakteristik von 2012 auch in das aktuelle Jahr mitnehmen - das Entwicklungstempo bei den ersten Rennen.

"Es wird der Schlüssel sein, dass wir bei unserem Entwicklungsprogramm schneller Fortschritte machen als die anderen Teams", gibt der Brite die Richtung vor. "Es ist ein harter Kreislauf, der das gesamte Jahr über andauert. Wir müssen zumindest das Entwicklungstempo aus dem Vorjahr egalisieren, wenn wir im Qualifying stärker werden wollen."

Die Anzeichen, dass dies gelingen könnte, sind laut Fry positiv: "Bisher haben wir gut gearbeitet - ob beim Design oder in der Herstellung. Wir verbessern uns wie im Vorjahr, indem wir immer neue Teile bringen." Auch das Ausweichmanöver auf den TMG-Windkanal hat sich bezahlt gemacht: "Die Aero-Korrelation funktioniert jetzt besser."

Schanghai: Soft-Mischung als Unbekannte

Doch welche Hoffnungen darf sich Ferrari dieses Jahr in Schanghai machen? "Bei Schanghai handelt es sich um einen herausfordernden Mix aus unterschiedlichen Kurven und einer 1,2 Kilometer langen Geraden. Wird das zu unserem Auto passen? Das kann man derzeit kaum sagen, da es noch zu viele Unbekannte gibt", traut er sich keine Prognose zu.

Er gibt ein Beispiel: "Das ist das erste Wochenende in diesem Jahr, wo wir die Soft-Mischung von Pirelli verwenden - gemeinsam mit dem Medium-Reifen. Nach dem Grand Prix werden wir genauer wissen, wie sich all die Mischungen unterscheiden. Daher wird Schanghai bis zu einem gewissen Grad eine weitere Lehrstunde für alle, obwohl wir wissen, dass unser Tempo im Vergleich zu den anderen auf allen bisherigen Reifenmischungen gut war."

Fotoquelle: Ferrari

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