Susie Wolff möchte endlich einen richtigen Test für Williams absolvieren

Formel 1 2013

— 10.04.2013

Young-Driver-Test und Superlizenz: Wolff hat einiges vor

Susie Wolff möchte noch in dieser Saison den nächsten Schritt gehen und an den Young-Driver-Tests teilnehmen - Folgen danach Superlizenz und Stammcockpit?



Williams-Entwicklungsfahrerin Susie Wolff strebt allmählich die nächsten Schritte ihrer Formel-1-Karriere an. Nach den ersten Ausfahrten im FW33 im Oktober 2012 in Silverstone und einem Shakedown mit dem neuen FW35 will die 30-jährige Schottin nun endlich einen richtigen Test im Formel-1-Boliden des Williams-Teams. Dafür fasst Wolff die Young-Driver-Tests ins Auge, die laut ihr die ideale Einstiegsmöglichkeit für sie seien.

"Ich bin auf einem fantastischen Weg, aber ich schaue nicht zu weit voraus", sagt die Ehefrau von Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff gegenüber 'BBC Sport'. "Ich schaue auf jeden kleinen Schritt. Es geht jetzt nur darum, den Young-Driver-Test zu machen und zu beweisen, dass ich schnell genug bin - und danach, eine Superlizenz zu bekommen. Wenn ich den Test absolviert habe, werde ich eine beantragen", so die ehemalige DTM-Pilotin, die sich in eine gute Ausgangsposition für ein Stammcockpit bringen möchte.

Die Superlizenz jetzt schon zu beantragen würde aber nichts bringen, wie sie sagt: "Ich hätte zwar bereits genug Kilometer, aber es macht keinen Sinn, denn es ist sehr unrealistisch, dass ich schon ein Renncockpit bekomme." Dafür sei sie noch zu weit entfernt: "Ich habe noch nie einen Start gemacht, ich habe noch nie einen Boxenstopp gemacht - ich brauche einfach mehr Zeit im Auto."

"Ich werde keine Schritte überspringen, es muss schon richtig gemacht werden. Ich muss mich bei jedem Schritt auf meinem Weg beweisen", ergänzt die Schottin. "Teams wie Williams werden keinen Fahrer ins Auto setzen, der nicht gut genug ist", weiß sie. "Ich muss nur zeigen, dass ich das bin." Wolff glaubt, dass sie das nach einem Jahr im Team geschafft habe: "Ich musste mir den Respekt des Teams erarbeiten und zeigen, zu was ich in der Lage bin, und dass ich die Chance verdiene."

Über mangelnde Unterstützung könne sie auf jeden Fall nicht klagen - zumindest teamintern. Im Fahrerlager blase ihr trotzdem häufig ein eisiger Wind entgegen - einfach weil sie eine Frau ist. "Die Stereotypen werden immer da sein. Fragt man Leute über Frauen im Motorsport, dann glauben viele nicht, dass das passieren wird. Viele sind sogar dagegen, aber ich glaube, wenn man einmal im Fahrerlager ist, dann hat man seinen Platz dort auch verdient."

Fotoquelle: xpbimages.com

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