Für Sebastian Vettel bleibt Sepang aus den falschen Gründen im Gedächtnis

Formel 1 2013

— 10.04.2013

Vettel: Sepang-Schlussphase "in den Köpfen festgesetzt"

Sebastian Vettel ärgert sich über die Wahrnehmung des Red-Bull-Erfolgs in Sepang und betont: "Ich entschuldige mich nicht dafür, dass ich gewonnen habe."



Im Anschluss an seinen umstrittenen Sieg beim Grand Prix von Malaysia hatte sich Sebastian Vettel sowohl unmittelbar nach dem Rennen vor Ort als auch wenige Tage später in der Red-Bull-Fabrik in Milton Keynes beim Team entschuldigt. Wie der amtierende Weltmeister im Vorfeld des Grand Prix von China betont, gelten diese Entschuldigungen lediglich für das Missachten der Anweisung, wonach er und der führende Teamkollege Mark Webber die Positionen in der Schlussphase des Sepang-Rennens halten sollten.

Für den Sieg an sich entschuldigt sich Vettel keineswegs. "Ich denke, zu dem was passiert ist, gibt es nicht viel hinzuzufügen. Ich habe mich sofort, nachdem ich mich ungewollt selbst über das Team gestellt hatte, beim Team entschuldigt. Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Ich entschuldige mich nicht dafür, dass ich gewonnen habe. Dies ist schließlich der Grund, weshalb ich verpflichtet wurde. Ich liebe den Rennsport und das habe ich gezeigt", so Vettel im Hinblick auf das beinharte Rad-an-Rad-Duell mit Webber, der zu diesem Zeitpunkt bereits im Schongang unterwegs war.

Nach Ansicht des amtierenden Weltmeisters habe die Stallorder-Affäre die eigentliche Leistung des Red-Bull-Teams überschattet. "Leider haben die Leute nicht erkannt, dass wir an diesem Tag als Team eine sehr gute Leistung erbracht und stark unterwegs waren. Wir fuhren ein fantastisches Ergebnis heraus", spricht Vettel den Doppelsieg an und meint: "Schon in Australien hatten wir ein sehr starkes Wochenende - auch wenn wir dort nicht das Ergebnis einfuhren, dass wir uns vorgestellt hatten."

Nach dem Qualifying in Sepang hatte man im Weltmeisterteam im Hinblick auf die Renndistanz noch Bedenken, was nicht zuletzt an den über den Winter in ihrer Konstruktion und Mischung veränderten Pirelli-Reifen lag. "Wir waren überrascht, wieder an der Spitze zu liegen und kamen im gesamten Rennverlauf gut mit den Reifen zurecht", gesteht Vettel, dass er von den anderen Teams mehr Gegenwehr erwartet hätte.

In seiner Rückschau auf den zweiten Saisonlauf, der für ihn selbst mit dem ersten Saisonsieg endete, bereut der amtierende Weltmeister nur eines. Nämlich, dass "die Leute vergessen", welche Leistung Red Bull auf dem Sepang International Circuit erbracht hat. "Ganz offensichtlich hat sich das Ende des Rennens in ihren Köpfen festgesetzt", so der Deutsche.

Sepang-Performance keine Garantie für Schanghai-Erfolg

Eine Garantie für einen neuerlichen Red-Bull-Sieg am kommenden Sonntag in Schanghai sei die Sepang-Performance laut Vettel aber nicht. "Wir haben bei den ersten beiden Rennen einiges gelernt, aber China wird wieder ganz anders sein. Es ist ein anderer Kurs und ein anderes Klima. Ich glaube, wir befinden uns nach wie vor im Lernprozess", spricht der aktuelle WM-Spitzenreiter vor allem das Verhalten der Reifen an und hält fest: "Ich denke, bei den ersten beiden Rennen wurde für jedermann ersichtlich, dass der Umgang mit den Reifen entscheidend ist. Davon hängen deine Strategie, dein Rennen und unterm Strich dein Ergebnis ab."

Der Red-Bull-Pilot gibt vor, in diesem Bereich nach wie vor einiges lernen zu müssen, "doch ich glaube, wir haben ein paar Verbesserungen erzielt". So habe man versucht, "das Auto ein wenig zu optimieren", doch ein erstes verlässliches Bild in Bezug auf die Konkurrenzfähigkeit in Schanghai werden nach Meinung des 25-Jährigen "erst der Freitag und die Erkenntnis, wie lange die Reifen halten", geben.

Fotoquelle: xpbimages.com

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