Kimi Räikkönen: Bremst es sich mit einem toten Premier wirklich besser?

Formel 1 2013

— 12.04.2013

Morbide Statistik: Tote Premierminister gutes Lotus-Omen

Thatchers Tod und Bergoglios Wahl: Welche bizarre Zusammenhänge britische Wettbüros kreieren, um ihre Kundschaft zu Sportwetten zu animieren



Geschichtsbücher haben die Eigenart, dass man so viele Fakten darin findet, dass immer einer eine passende Tatsache als Beleg für eine beliebige Theorie dabei ist. Allen voran, wenn es darum geht, Zusammenhänge zwischen Ereignissen herzustellen, die nichts miteinander zu tun haben. Die britischen Wettbüros haben in dieser Disziplin offenbar Spezialisten am Werk, die aus der Konstellation der Weltgeschichte vor dem China-Grand-Prix nur eine Schlussfolgerung ziehen: Kimi Räikkönen gewinnt.

Schuld daran ist niemand anderes als die "Eiserne Lady" - respektive ihr Tod. Denn nachdem Margaret Thatcher unter der Woche das Zeitliche segnete, muss es einen Sieg für Lotus geben. So war es bei den vergangenen vier Rennwochenenden, in deren Vorfeld britische Premierminister verstorben waren: Nach dem Tod von Edward Heath und James Callaghan 2005 sowie von Alec Douglas-Home und Harold Wilson 1995 siegten Fernando Alonso und Michael Schumacher für die Lotus-Vorgänger Renault und Benetton.

Weiterer Kronzeuge der Geschichte ist Jim Clark, der 1967 für Lotus ein Rennen nach Clement Attlees Ausscheiden aus dem Leben gewann. Wie bei jeder großen Verschwörung darf natürlich auch beim Lotus-Mythos der Vatikan nicht fehlen. Kluge Sportwetten-Fans hätten mit einem Blick in den Brockhaus schon zum Saisonauftakt einen Reibach machen können: Der Australien-Grand-Prix war der erste nach der Papstwahl. Fünfmal in der Geschichte gewann nach dem Konklave ein Lotus oder ein Team aus Enstone.

Wer selbst weiter recherchiert und die Statistiken wälzt, weiß: Der WM-Lauf in Schanghai wird an einem Sonntag ausgetragen. Alle 20 Rennsiege Räikkönens kamen an diesem einen Wochentag...

Fotoquelle: Lotus

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