So hätte sich Mark Webber seinen Rückweg an die Box nicht vorgestellt

Formel 1 2013

— 13.04.2013

Endet Webbers Märchenstunde auf dem letzten Platz?

Ob nun Technikpanne oder eigener Patzer, dem Red-Bull-Star droht wegen einer zu geringen Spritprüfmenge in seinem Auto weiteres Ungemach



Unter dem Strich steht für Mark Webber nach dem Qualifying am Samstag in Schanghai eine bittere Enttäuschung. Der Australier muss nach seinem Ausrollen im zweiten Abschnitt von Startplatz 14 ins Rennen gehen. Was wirklich hinter dem Malheur Red Bulls steckt, bleibt zunächst offen. "Es sieht danach aus, als hätten wir ein Problem mit dem Benzindruck gehabt", sagt Webber 'Sky Sports F1' und erläutert den Boxenfunk: "Die Jungs haben mir die letzten 30 Sekunden lang das richtige Vorgehen geschildert."

Das bestätigt Teamchef Christian Horner gegenüber 'Sky Sports F1': "Wir hatten einen Defekt bei der Benzinannahme oder dem Ansauger an der Benzinpumpe. Infolgedessen ist der Druck am Ende der Runde abgefallen. Wir müssen das untersuchen." Oder können sich die Österreicher das vielleicht sparen, weil sie genau wissen, dass Webber eine Runde zu viel gefahren und einfach ohne Sprit im Tank liegen geblieben ist? Die Tatsache, dass er in Q2 auf seinem siebten Umlauf war, lässt das vermuten.

Denn bei jeweils einer In-, einer Outlap und einer fliegenden Runde hätte es nur der sechste sein dürfen. Für Marc Surer klingt die Red-Bull-Erklärung nach feinster Formel-1-Diplomatie: "Ohne Benzin gibt es auch keinen Benzindruck", übersetzt der Schweizer die Kommunikation des Teams und sieht in den Funksprüchen, die Webber vor seinem Ausrollen erreichten, keine Anleitung für das richtige Vorgehen, sondern das entlarvende Element der Scharade: "Das 'save fuel', das man ihm gesagt, war für mich eindeutig", besteht Surer auf einem Team- oder Pilotenpatzer.

Bangen um Sprit-Prüfmenge

Wie dem auch sei: Der Gelackmeierte heißt Webber. "Es ist einfach enttäuschend", hadert er. "Das Rennen ist alles, aber das ist auch so ein wichtiger Teil des Wochenendes. Und wir haben so einen guten Job gemacht bis zu dieser letzten halben Stunde." Doch es könnte noch dicker kommen als Platz 14. Befinden sich im RB9 nicht mehr die durch das Reglement als Prüfmenge vorgeschrieben drei Kilogramm Treibstoff, dann muss er vom letzten Platz aus in den Grand Prix starten. Horner schwant bereits Übles.

Der Teamchef sagt 'RTL': "Wenn der Sprit nicht im Auto ist, dann haben wir ein Problem. Die FIA muss sich das dann anschauen, weil es ist schon wahrscheinlich, dass es dann irgendwie ein Problem gibt." Es wäre die totale Pleite für Webber, der bis dato zufrieden war mit seinem Abschneiden. "Q1 lief ganz in Ordnung, es hat sich gut angefühlt", erinnert er sich. "Das kann mal passieren, aber es ist natürlich enttäuschend. Es läuft alles prima und locker am ganzen Wochenende. Und dann so etwas im Qualifying."

Immerhin scheint dank des Rätselratens um die Pirelli-Reifen und der Tatsache, dass in Schanghai Überholen möglich ist, noch etwas drin zu sein für den gebeutelten Webber. "Das Gute an dem Rennen und der Strategie ist, dass alles offen ist. Mark ist in der Lage, aus hinterer Position bis zum Rennende nach vorne zu fahren", macht ihm Horner Mut. Der 36-Jährige selbst ist skeptischer: "Da kann man schon einiges gut machen, aber die Autos sind alle ganz schön schnell da draußen. Ich freue mich trotzdem auf das Rennen morgen", so Webber.

Fotoquelle: xpbimages.com

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