Kimi Räikkönen ist stoisch wie immer - und auch nicht zufrieden mit dem E21

Formel 1 2013

— 13.04.2013

Räikkönen pessimistisch: "Haben nicht das Tempo"

Der Lotus-Pilot betont trotz einer guten Ausgangsposition den großen Abstand zu Lewis Hamilton und Mercedes: "Es fehlt an Abtrieb im Mittelsektor"



In Melbourne kämpfte sich Kimi Räikkönen aus dem Mittelfeld an die Spitze, in Sepang blieb er in den hinteren Punkterängen stecken. Am Sonntag in Schanghai wird der Finne dank Startplatz zwei, den er am Samstag in der Qualifikation herausfuhr, nicht so viele Überholmanöver zu absolvieren haben. Trotzdem ist Räikkönen zurückhaltend, wenn es um die Form seines Lotus E21 geht. In der FIA-PK erklärt er, dass der Wagen trotz der überraschend guten Leistung und Updates Probleme hat.

Frage: "Kimi, du kurzzeitig die Pole-Position innegehabt, bist dann aber doch noch von Lewis geschnappt worden."
Kimi Räikkönen: "Ich denke, der Unterschied ist trotzdem sehr groß und wir haben aktuell nicht das nötige Tempo. Der zweite Platz ist nicht schlecht - ich denke sogar, das Beste, was ich mit dem Team überhaupt erreicht habe. Nicht allzu schlecht, aber natürlich wäre man lieber auf dem ersten Rang. Trotzdem glaube ich nicht, dass wir dazu den Speed haben. Uns fehlt meiner Meinung nach etwas Abtrieb im Mittelsektor, aber abwarten, was uns morgen gelingt."

Frage: "Ihr habt neue Teile am Auto. Inwiefern haben sie funktioniert?"
Räikkönen: "Ähm, das ist schon ein sehr kleines Update. Das Auto ist fast das gleiche, das es schon beim vergangenen Rennen war. Es scheint einigermaßen zu funktionieren. Wir haben ein paar Probleme mit einigen Dingen, fast eine ähnliche Geschichte wie in Malaysia. Wir haben uns aber dafür entschieden, das anzugehen. Wir wissen, dass das Auto so wie wir es hinbekommen wollen funktioniert."

Noch viele Fragezeichen

"Aber es ist nicht einfach, immer bei diesem Vorhaben oder dieser Abstimmung zu bleiben. Es ist ein sehr kniffliges Wochenende, wenn es darum geht, alles auf den Punkt hinzubekommen. Das Ganze ist sehr sensibel, aber wir sind glücklich, dort zu sein, wo wir jetzt sind. Hoffentlich hilft uns das auch im Rennen weiter."

Frage: "Wenn du die Erfahrungen mit dem Auto, das sehr schonend mit den Reifen umgehen kann, betrachtest: Denkst du, das ein besserer erster Stint als die Konkurrenz dir im Rennen entscheidend hilft?"
Räikkönen: "Wie ich schon im Vorfeld gesagt habe, steht dahinter ein großes Fragezeichen, weil wir gestern ziemlich zufrieden waren, das Auto aber nicht exakt das gleiche ist wie an diesem Tag. Sicher hatten wir gestern einige Probleme mit den Vorderreifen, aber das lässt sich leicht beheben."

"Jeden Tag scheint es etwas anders zu sein, also weiß ich nicht, ob es in Ordnung sein wird oder nicht. Normalerweise lief es ziemlich gut, abgesehen vom vergangenen Rennen, wo uns einige Probleme plagten. Hoffentlich geht es sich morgen gut aus, aber ich denke, dass es sehr eng wird. Wer auch immer alles auf den Punkt hinbekommt, könnte das auf der Habenseite haben, was am Ende den Ausschlag für den Sieg gibt."

Wer die Reifen nicht mag, kann gehen

Frage: "Zwei Fahrer aus den Top 10 starten morgen mit einer anderen Strategie, mit der härteren Reifenmischung. Beunruhigt dich das, hast du an das Gleiche gedacht? Warum hast du es nicht gemacht?"
Räikkönen: "Natürlich glauben wir, dass unsere Wahl die beste ist, deshalb haben wir sie getroffen. Hätten wir geglaubt, dass die härteren Reifen beim Start und im Qualifying besser sind, hätten wir das gemacht."

Frage: "Derzeit gibt es eine Art von Motorsport, bei der es auf das Kontrollieren des Tempos ankommt. Noch 2008 war es mit anderer Aerodynamik und Nachtanken ein Dauersprint. Welche Herausforderung und welcher Typ Motorsport gefällt dir besser?"
Räikkönen: "Es ist, wie es ist. Wir müssen das Beste herausholen. Die Jahren gehen vorüber und die Regeln ändern sich. Es ist nicht einfach, alles richtig zu machen, weder im vergangenen Jahr noch in diesem. Aber es ist für jeden das Gleiche und bedeutet eine große Herausforderung, aber es ist auch ein Teil der Formel 1. Es macht keinen Unterschied, weil es das ist, was es ist. Man sollte es mögen oder etwas anderes machen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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