Nico Rosberg freudestrahlend und lächelnd - aber eben nicht mit Pokal

Formel 1 2013

— 14.04.2013

Rosberg: Der sympathische Zweite

Fehlen dem Silberpfeil-Piloten der nötige Biss und das Quäntchen Egoismus, um in der Formel 1 langfristig eine ganze große Nummer zu sein?



Besser als beim Malaysia-Grand-Prix hätten Sebastian Vettel und Nico Rosberg nicht unter Beweis stellen können, dass sie außer der Nationalität und dem Talent zum Rennfahren nicht vieles eint. Während der eine eine Teamorder beinhart missachtete und am Ende der (wenn auch nicht strahlende) Sieger war, mimte der andere den braven Fußsoldaten und durfte nicht einmal auf das Podium klettern. "Ich würde mir wünschen, Nico hätte noch mehr Killer-Instinkt", sagt Gerhard Berger dem 'Spiegel'.

Dessen Onlineausgabe bezeichnet den Wiesbadener sogar als den "perfekten Schwiegersohn". Der Ex-Formel-1-Pilot spricht indirekt aus, was viele munkeln: Dieser Rosberg, der weit über 100 Grands Prix auf seinen ersten Erfolg warten musste, soll kein Siegertyp sein - auch weil er im Fahrerlager keine Feinde, aber viele Fürsprecher hat. Also ein klassischer Nummer-zwei-Fahrer, wie es auch die Stallregie aus Sepang nahelegte? Offenbar ist man sich selbst bei Mercedes in dieser Frage uneins.

Auf die Entscheidung angesprochen meint Ross Brawn drei Wochen nach dem Vorfall am Rande des Formel-1-Gastspiels in Schanghai: "Da muss ich erst einmal mit Niki (Lauda, Anm. d. Red.) reden, damit er es mir ebenfalls erklären kann." Alle, inklusive dem Aufsichtsratsvorsitzenden des Formel-1-Teams, wollten die Piloten Rennen fahren sehen, betont der Teamchef und erklärt, dass Entscheidungen zugunsten des Teams und auf Kosten der Ambitionen eines einzelnen Piloten selten vorkämen.

Der Brite weiter: "Ich bin sehr stolz darauf, dass unsere Fahrer, vor allem Nico, die Entscheidung respektiert haben." Kurzum: Rosberg hat es wieder geschafft, sich nur Freunde zu machen, der Erfolg ist dabei aber ein weiteres Mal auf der Strecke geblieben. Auch Berger singt die Hymne auf den 27-Jährigen: "Sehr intelligent, macht wenig Fehler und in seinen Leistungen sehr konstant", lässt der Österreicher notieren und glaubt: "Würde Rosberg ein Auto wie den Red Bull fahren, hätte er schon jede Menge Siege." Tut er nicht, sondern einer, der sich zuletzt nicht um die Sympathieplakette beworben hat.

Fotoquelle: Daimler

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