So ist's richtig: Felipe Massa ließ den Heckflügel auch bei Gelb brav zu

Formel 1 2013

— 14.04.2013

Gnade für DRS-Sünder: FIA erteilt Generalabsolution

Keiner der Piloten, die den umklappbaren Heckflügel in Schanghai bei gelben Flaggen verwendet haben, wird sanktioniert - Viel Verwirrung um Regelauslegung



Die Liste liest sich wie das Who-is-Who der Formel 1: die Red-Bull-Piloten Sebastian Vettel und Mark Webber, die Lotus-Stars Kimi Räikkönen und Romain Grosjean, Daniel Ricciardo, Vallteri Bottas, Max Chilton und Ex-Weltmeister Jenson Button. Alle waren nach dem China-Grand-Prix am Sonntag in das Visier der FIA geraten, weil sie ihr DRS regelwidrig im Geltungsbereich gelber Flaggen verwendet haben sollen. Alle Piloten kommen jedoch straffrei davon, wie die Stewards mitteilen.

Grund dafür ist, dass die Regelhüter offenbar mildernde Umstände erkannt haben, weil es zwischen dem Beginn der lokalen Gelbphase und der Meldung, dass das DRS deaktiviert worden sei, eine einminütige Verzögerung gab. Außerdem haben die Probleme mit dem vereinheitlichten Elektronik-Steuergerät (ECU), die die Teams seit dem Test in Jerez plagen, die vermeintlichen Übeltäter entlastet. McLaren Electronic Systems (MES), eine Schwesterfirma des Formel-1-Teams, bekommt diese nicht in den Griff.

Aus jenem Grund ist schon seit dem Saisonauftakt keine elektronische Abschaltung des DRS durch Rennleiter Charlie Whiting möglich, wie sie für 2013 eigentlich geplant war. Außerdem wurde auf der Start- und Zielgeraden grünes Licht gezeigt, was den Fahrern suggerierte, dass der Einsatz von DRS erlaubt war. Marc Surer kann der FIA-Entscheidung etwas abgewinnen: "Ein Fahrer drückt den Knopf immer automatisch. Das übt man im Training, dass man den Reflex drin hat", erklärt der 'Sky'-Experte und nimmt die Piloten in Schutz.

Zeit, auf Flaggensignale zu achten, bleibt da nicht: "Egal ob man freigegeben hat oder nicht", merkt der Schweizer an. "Auch wenn man nicht eine Sekunde hinter dem Vordermann liegt, drückt man einfach. Das ist ein Reflex", führt Surer aus. Das Team war laut Reglement nur früher für die DRS-Aktivierung verantwortlich, mittlerweile soll alles automatisch ablaufen - gäbe es nicht die Querelen mit der ECU. "Wenn so viel Action im Rennen ist, dann ist es einfach schwierig, das zu managen, selbst wenn du es den Fahrer wissen lässt", erläutert Eric Boullier.

Beide Schützlinge des Lotus-Teamchefs standen auf der Fahndungsliste. Bedeutet die Generalabsolution für die acht DRS-Sünder nun einen Freibrief für die Verwendung des umklappbaren Heckflügels bei gelben Flaggen? Offenbar herrscht derzeit viel Unklarheit. Nicht, was das Reglement, aber was dessen Durch- und Umsetzung betrifft: "Was sie jetzt damit machen, weiß ich auch nicht. Aber weil es so viele falsch gemacht haben, müsste die FIA auch mal sagen: 'Wir haben einen Fehler gemacht'", findet Surer.

Fotoquelle: xpbimages.com

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