Kann das Williams-Duo in der Wüste in Bahrain endlich aufleben?

Formel 1 2013

— 16.04.2013

Kaschiert Bahrain die Williams-Schwächen?

Williams hofft, dass die Streckencharakteristik in Bahrain dem schwachen FW35 entgegenkommt und man endlich die ersten WM-Punkte der Saison einfahren kann



Williams steckt weiterhin in der Krise. Der britische Traditionsrennstall aus Grove hat es auch beim dritten Saisonrennen nicht geschafft, die Probleme mit dem FW35 zu lösen: Der Coanda-Auspuff ist nicht ausgereift, das konservative Auspuffsystem aus dem Vorjahr passt nicht auf das Auto. Dadurch sind die Piloten mit einem instabilen Auto konfrontiert, was auch die Startplätze 14 und 16 sowie die Positionen 13 und 14 im Rennen erklärt - im Qualifying hatte Pastor Maldonado, im Rennen Valtteri Bottas die Nase vorne.

Für Bahrain ist man nun zuversichtlicher und hofft auf die ersten WM-Punkte in dieser Saison. "Da sich der Sakhir-Kurs in der Wüste befindet, können sich die Streckenbedingungen während des Wochenendes sehr stark verändern, vor allem, weil der Sand auf den Belag geblasen wird", weiß Williams-Pilot Pastor Maldonado. "Die Teams müssen also darauf vorbereitet sein, sich auf die unterschiedlichen Bedingungen einzustellen."

Der Venezolaner rechnet mit einer Hitzeschlacht: "Die Temperaturen im Cockpit werden sehr hoch sein, also muss man als Fahrer physisch und psychisch darauf vorbereitet sein. Ich rechne damit, dass ich während des Rennens zwischen zwei und drei Kilogramm verlieren werde. Auch der Abbau der Reifen wird bei diesem Rennen wieder sehr hoch sein, was die Teams auch mit interessanten Herausforderungen konfrontieren könnte."

Bottas hofft auf langen Atem beim Reifenpoker

Teamkollege Bottas hat derzeit keine Zeit zum Durchschnaufen, denn nach zwei aufeinanderfolgenden Rennen in Australien und Malaysia liegen nun auch zwischen China und Bahrain nur wenige Tage: "Das war ein sehr arbeitsreicher Start meiner Karriere, aber dadurch habe ich viele Zeit im Auto verbracht, und ich hatte die Gelegenheit, es auszuprobieren und zu verstehen. Die Strecke in Bahrain wird während des Jahres nicht sehr stark genutzt, sie kann also ziemlich 'grün' sein, und durch den schmutzigen Belag können sich die Bedingungen von einem Training zum anderen ändern. Es wird also wichtig sein, jede Runde den optimalen Grip zu suchen."

Dem Finnen ist auch bewusst, dass die Reifen einmal mehr eine tragende Rolle spielen warden: "Der Reifenabbau wird auf diesem Kurs sehr stark sein, also müssen wir im Freitagtraining versuchen, ein gutes Setup zu finden, um die Longrun-Performance für das Rennen zu maximieren, damit die Reifen bei uns länger halten als bei anderen."

Coughlan: Kurs kommt Williams entgegen

Williams-Technikchef Mike Coughlan erhofft sich vom Streckenlayout einen Vorteil: "Bei Bahrain handelt es sich um einen Kurs mit einigen Grundcharakteristika, die die Teams vor neue Herausforderungen stellen werden. Der Verschleiß der Bremsen wird eine Rolle spielen, außerdem werden die Hinterreifen hart rangenommen, und die Lufttemperaturen sind hoch. Wir haben das Gefühl, dass unser aktuelles Auto, auch wenn es nicht so konkurrenzfähig ist wie wir es gerne hätten, wegen dieser Faktoren in Bahrain konkurrenzfähiger sein könnte."

Auch die Belastung der Motoren sollte Williams in die Hände spielen, glaubt Coughlan: "Es handelt sich um einen Kurs, der viel Leistung und eine gute Effizienz verlangt, wo der Schwerpunkt bei der Geschwindigkeit liegt - und der Renault-Motor sollte dem standhalten können. Es war enttäuschend, bei den ersten drei Saisonrennen keine Punkte zu holen, aber wir können zufrieden sein, dass Valtteri das Auto in allen Rennen mit sehr soliden Leistungen nachhause gebracht hat."

Fotoquelle: Williams

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