DRS im Streik: Fernando Alonso war in Bahrain mächtig gebeutelt

Formel 1 2013

— 21.04.2013

Technik für die Tonne: Ferrari trauert Podium nach

Ferrari hadert mit dem Pech, schließlich legte die Scuderia ein starkes Renntempo vor - Teamchef Domenciali mit Zuverlässigkeitsproblem "nie glücklich"



Für Fernando Alonso war es ein Sonntag zum Vergessen. Der Ferrari-Star rettete in Bahrain als Achter noch WM-Zähler ins Ziel, eigentlich war sein Rennen aber schon nach wenigen Umläufen vor die Hunde gegangen. "Ich musste in zwei Runden zweimal die Box ansteuern und bin in eine Gruppe zurückgefallen", erinnert sich der Spanier an einen Heckflügel, der nach DRS-Nutzung nicht mehr in die Ausgangsposition zurückging. Zu diesem Zeitpunkt lag Alonso aussichtsreich auf Rang zwei.

Im Dickicht des Mittelfeld wurde es für den Ex-Weltmeister ein zäher Kampf, schließlich konnte er nach einem vergeblichen Reperaturversuch den umklappbaren Heckflügel nicht mehr einsetzen. "Ohne DRS zum Überholen wurde es ein sehr schwieriges Rennen", meint Alonso, der sich trotzdem nach vorne kämpfte. "Mal wieder ein sehr unglückliches Rennen", erklärt er mit Blick auf den Ausfall in Malaysia. "Wir hatten zweimal in vier Grands Prix großes Pech, aber es kommen weitere und wir werden die Gelegenheit beim Schopfe packen."

Stefano Domenicali ist noch unschlüssig, was den Defekt hervorgerufenen hat: "Wir wissen noch nicht, was passiert ist", sagt der Ferrari-Teamchef bei 'Sky'. "Es war aber großes Pech, denn normalerweise gibt es das gegenteilige Problem und nicht das, welches uns betroffen hat." Da Alonso nur rund 1,5 Sekunden hinter Vettel lag, als das Malheur passierte, hatte sich Domenicali viel ausgerechnet: "Schade, denn mit diesem Tempo sowie ohne DRS war er gut unterwegs und das Podium wäre das Minimum gewesen."

Das nach dem China-Grand-Prix einmal mehr starke Renntempo kann den Italiener nicht trösten, wenn unter dem Strich kaum etwas auf der Habenseite steht: "Mit so einem Problem, das die Zuverlässigkeit betrifft, kann man nie glücklich sein. Das Tempo ist besser, aber im vergangenen Jahr haben wir mit einem schlechteren Auto mehr Punkte eingefahren." Domenicali ist hin- und hergerissen: "Einerseits ist es enttäuschend, andererseits doch ein guter Tag. Naja, ohne die Probleme wäre es ein guter Tag gewesen."

Ferraris Pleiten, Pech und Pannen betrafen auch Felipe Massa, der die Box mit zwei Reifenschäden ansteuerte. "Mit Felipe gab es in der ersten Kurve einen Kontakt - ich glaube, mit einem der Force India - und es gab zwei Probleme mit den Pneus, von denen wir noch nicht genau wissen, was sie hervorgerufen hat", erklärt Domenicali, erkennt aber keinen Zusammenhang. "Einer kam plötzlich in der letzten Kurve, der andere auf der Gegengeraden. Kein guter Tag für uns, eine Menge Frust. Wir sollten den Deckel drauf machen und vorausblicken."

Fotoquelle: Ferrari

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