Webber muss kräftig überholen, um noch auf das Podium zu kommen

Formel 1 2013

— 20.04.2013

Webber zerstreut: Von Wind und Strafe verweht

Der Red-Bull-Star hadert mit dem Fahrverhalten seines Boliden bei Böen, bangt um eine gute Sonntagsform und hätte von sich eine stärkere Rundenzeit erwartet



Einmal mehr musste sich Mark Webber im Bahrain-Qualifying am Samstag von Teamkollege und Intimfeind Sebastian Vettel in die Schranken weisen lassen und schlich entsprechend mürrisch die Reihen der wartenden Journalisten ab. Seine Runde in 1:33.078 Minuten war gut für Platz fünf. Oder? "Ohne die Strafe wäre ich nur Vierter", sagt der Australier über die Rückversetzung wegen des Rammstoßes gegen Jean-Eric Vergne in Schanghai und hatte bei dieser Aussage wohl nur an seinen Startplatz gedacht hat.

Der ist - und da sind sich Pilot und FIA einig - der siebte. Webber profitiert davon, dass auch Lewis Hamilton fünf Positionen aufgeben muss. "Das wird so etwas wie ein Strafenwettbewerb", kommentiert der Red-Bull-Star die höhere Reglement-Mathematik und bilanziert dann doch noch einigermaßen zufrieden: "Siebter in der Startaufstellung mitsamt einem zusätzlichen, frischen Satz der weichen Reifenmischung, das ist gar nicht allzu schlecht." In puncto Rundenzeit hinter Vettel zu sein, wurmt ihn jedoch.

Webber meint im gleichen Atemzug, seinen Ansprüchen nicht gerecht zu werden: "Das ist nicht das, wo ich eigentlich stehen will. Es wäre alles in allem schwierig gewesen, in die erste Startreihe zu kommen." Dabei lief es noch am Freitag sowie am Vormittag einigermaßen rund: "Ich hätte mehr von mir erwartet. In den Freien Trainings zwei und drei hatte alles noch gut ausgesehen, ich hätte aus dem Auto mehr herausholen können. Aber hier ist Zeit schnell verloren, wenn man etwas zu hart zu Werke geht."

Im Rennen noch schwächer?

Zwei oder drei Zehntelsekunden seien in mancher Schlüsselkurve schnell verloren, weiß Webber. Hinzu kommt, dass die Brausetruppe offenbar befürchtet, im Grand Prix nicht so stark zu sein wie im Qualifying. "Wir hatten einige Probleme in Q1 und müssen abwarten, wie sich das im Rennen entwickelt. Ob es für uns problematisch wird oder nicht, werden wir schon sehen", blickt Webber mit einigem Bangen voraus. Die Österreicher hoffen darauf, dass der Wüstenfön am Sonntag einschläft.

"Die Windbedingungen sind für uns ein Schlüsselfaktor und wir müssen verstehen, wie das Auto auf sie reagiert", erklärt Webber die Probleme, die der RB9 mit Böen, wie sie immer wieder über die Strecke vor den Toren Manamas fegen, hat. "Er ist sehr empfindlich bei Richtungswechseln", macht der 36-Jährige auf eine Schwachstelle aufmerksam und sieht die eigenen Ingenieure und Mechaniker gefordert: "Das Team muss sicherstellen, dass die Fahrer damit klarkommen."

Will Webber im Rennen doch noch auf das Podium, wird er wegen seiner orthodoxen Reifenwahl wohl nicht umhinkommen, Konkurrenten auf der Strecke zu passieren. Christian Horner macht Mut: "Die Strecke erfordert für ein Überholmanöver den geringsten Rundenzeiten-Unterschied. Das macht sie in dieser Hinsicht zur einfachsten Bahn", so der Red-Bull-Teamchef bei 'Sky Sports F1'. "Es gibt zwei DRS-Zonen. Sicherlich ist die Startposition nicht so wichtig wie in Monte Carlo. Natürlich ist es besser zu fahren, wenn keiner vor einem ist, aber es ist nicht so wichtig, wie ein oder zwei Jahre zuvor."

Fotoquelle: Red Bull

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