Fernando Alonso unterstrich einmal mehr die gute Form von Ferrari in Bahrain

Formel 1 2013

— 20.04.2013

Spannung in Bahrain: Topteams gleichauf

Fernando Alonso (Ferrari) holt im dritten Freien Training die Bestzeit vor den beiden Red-Bull-Piloten - Force India gut unterwegs - Was kann Lotus leisten?



Das Qualifying zum Grand Prix von Bahrain 2013 verspricht enorm viel Spannung und einen extrem engen Wettbewerb. Im dritten Freien Training am Samstagvormittag deutete sich an, dass die Teams Red Bull, Ferrari und Lotus auf gleichem Niveau agieren knnen. Mercedes und Force India haben zwar leichten Rckstand, sind aber womglich fr eine berraschung gut. Bei McLaren ging es auch am Samstagvormittag nicht voran.

Fernando Alonso lieferte in der letzten Session vor der Zeitenjagd eine gute Show. Der Spanier setzte die Trainingsbestzeit in 1:33.247 Minuten und war somit um genau 0,007 Sekunden schneller als die Bestzeit im dritten Freien Training des Vorjahres. Insgesamt bot die Strecke in Sakhir zwar etwas mehr Grip als am Vortag, aber fr Alonsos rechten Hinterreifen war es nicht immer ausreichend. Der Asturier legte auf harten Reifen einen Highspeed-Dreher auf die Bahn, landete in einem der wenigen Kiesbetten und ackerte sich wieder heraus.

Nachdem der Spanier an der Ferrari-Box eine kurze berprfung des Fahrzeuges vornehmen lie, machte er sich auf den weicheren Medium-Reifen auf den Weg zur Bestzeit. Im letzten Sektor erwischte er nicht alle Ecken optimal, sodass sicherlich noch etwas mehr, mglich gewesen wre. Es reichte auch so. Dies lag weniger an Alonso als vielmehr an Sebastian Vettel, der aus seinem Satz weicherer Reifen lngst nicht alles herausholte.

Vettel knnte schneller sein

Der Deutsche lag bei seinem Versuch in den ersten beiden Sektoren auf Bestzeitkurs, lief dann aber im letzten Abschnitt auf dichten Verkehr auf. Er berholte Charles Pic (Caterham), der aus Sicht von Vettel nicht ausreichend zur Seite ging. Was dann folgte, war unntig und eines Weltmeisters eigentlich nicht wrdig. Vettel spielte Fahrlehrer fr den Franzosen, er berholte ihn, lie ihn wieder ziehen und berholte ihn erneut. Die Reifen litten darunter, die Nerven auch. Wenig spter rollte Vettel durch eine Auslaufzone.

Der Deutsche musste sich letztlich mit Platz zwei zufriedengeben. Der Rckstand von 0,101 Sekunden auf Alonso ist gering und ein Zeichen, dass Platz eins bei normaler Fahrt mglich gewesen wre. Auch fr Teamkollege Mark Webber (3./+0,133) wre mehr mglich gewesen, aber der Australier kmmerte sich nicht groartig um eine schnelle Runde. Webber wird in der Startaufstellung nach der Kollision mit Jean-Eric Vergne in China um drei Pltze strafversetzt, mit dem Kampf um die Pole hat er nichts zu tun.

Webber holte am Samstagvormittag das nach, was er am Freitag nicht mehr geschafft hatte. Er absolvierte zu Beginn einige lange Runs auf den harten Reifen. Die Zeiten bei diesen Versuchen waren gut und konstant, aber nicht die besten. Nimmt man das Tempo auf die Distanz zur Grundlage, so drfte Kimi Rikknen (4./+0,199) als Favorit gelten. Der Finne spulte viele Runden auf beiden Mischungen ab und war dabei beeindruckend schnell und konstant. "Wir sind in guter Form", betont Teamchef Eric Boullier. "Wir peilen mit beiden Autos die Top 5 an."

Lotus-Teamkollege Romain Grosjean (6./+0,217) hat aufgeholt. Der Genfer fhlt sich nach dem Chassistausch offenbar etwas wohler in seinem E21. Bei Mercedes hat man fr das Qualifying die Top 10 fest im Visier, aber der Reifenverschlei bleibt das groe Thema bei den Silbernen. In 1:33.455 Minuten schaffte es Lewis Hamilton im dritten Training auf den guten fnften Rang, aber bei lngeren Runs waren die Mercedes nicht stark.

Hamiltons linkes Hinterrad knickt ein

Zum Ende der Session gab es einen kleinen Schock im Lager des deutschen Werksteams. Am W04 des Briten klappte auf der Gegengeraden urpltzlich die Aufhngung hinten links ein. "Ein bisschen viel Sturz", scherzte Ex-Formel-1-Pilot Taki Inoue sofort ber Twitter. Teamchef Ross Brawn erklrte gegenber 'Sky': "Es gab links hinten ein Problem. Wir wissen nicht, ob es vom Reifen ausging, oder von der Aufhngung. Wir schauen uns das Auto an und werten die Daten aus."

Bei Teamkollege Nico Rosberg (9./+0,517) ging es am Samstagmorgen nicht voran. Der Deutsche war quasi als Phantom unterwegs, weil ihn sein Team wegen eines fehlenden GPS-Signals ber weite Strecken nicht auf dem Schirm hatte. Ins Rampenlicht brachte sich unterdessen Force India. Adrian Sutil (7./+0,349) und Paul di Resta (8./+0,453) stellten noch einmal klar, dass sie in Bahrain mindestens auf dem Niveau von Mercedes mitfahren knnen.

Davon trumt auch Sauber-Pilot Nico Hlkenberg. Der Emmericher konnte sich zwar in 1:33.922 Minuten auf den zehnten Rang bugsieren, aber die Balance des Sauber ist nicht optimal. Esteban Gutierrez spulte am Vormittag mit 29 Runden die grte Distanz ab, wurde aber nur Letzter. Die McLaren-Piloten Jenson Button (12./+0,870) und Sergio Perez (13./+1,035) werden im den Einzug ins Q3 am Mittag hart kmpfen mssen. Der MP4-28 untersteuert extrem auf dem Bahrain International Circuit.

Im grauen Mittelfeld bewegen sich weiterhin Williams und Toro Rosso. Am Ende der Zeitenliste konnte Caterham-Pilot Pic seinen Teamkollegen Giedo van der Garde und die beiden Marussias in Schach halten. Beim russisch-britischen Team konnte man jedoch nicht alles zeigen. Am Wagen von Jules Bianchi gab es Probleme am Benzinsystem, beim Fahrzeug von Max Chilton funktionierte der Khlkreislauf am KERS nicht richtig.

Fotoquelle: xpbimages.com

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