Ist McLaren auch gegen die Einführung? Fahrer Jenson Button ist es auf jeden Fall

Formel 1 2013

— 19.04.2013

Hembery: "Neun Teams wollen keinen neuen Reifen"

Laut Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery stehen die neuen Reifen ab Barcelona noch in den Sternen - Die meisten Teams wollen sowieso keine Veränderung



TV-Experte Niki Lauda war der Erste, der verkündete, dass Pirelli ab Barcelona einen überarbeiteten Reifen bringen will. Seitdem gilt diese Ankündigung im Fahrerlager schon fast als Fakt, obwohl der italienische Reifenhersteller bisher nicht selbst zu den Gerüchten Stellung genommen hat. Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery bestätigte nun gegenüber 'Motorsport-Total.com', dass in der Sache noch nichts entschieden sei.

"Wir werden es nach dem Rennen am Sonntag analysieren, und wir werden das Thema am Montag oder Dienstag nach dem Team-Debriefing in Mailand entscheiden", so der Brite in Bezug auf die Barcelona-Überarbeitung. Organisatorisch wäre eine neue Reifenlieferung für den Circuit de Catalunya kein Problem, behauptet Hembery, schließlich gibt es nach dem Bahrain-Wochenende eine dreiwöchige Pause bis zum nächsten Grand-Prix.

Allerdings stößt die Idee auch ohne offizielle Ankündigung schon auf starken Widerstand. Zwar sollte man meinen, dass die Teams nach den ganzen Diskussionen um zu weiche Reifen einer Änderung nicht abgeneigt seien, doch das Gegenteil scheint der Fall zu sein. McLaren-Pilot Jenson Button ließ schon verlauten, dass er gegen eine Änderung der Reifensituation ist, und damit steht der Brite scheinbar nicht alleine da.

"Bizarre Situation"

"Neun Teams sind zu uns gekommen und haben gesagt, dass wir nichts verändern sollen", sagt Hembery etwas überraschend. "Es ist echt bizarr, denn hinter den Kulissen bekommen wir viel Lobby, die Reifen nicht zu verändern. Die Kritiken sind ein Punkt, der viel von den Medien ausgeht. Und nun kommen die Teams und schreiben uns, dass wir nichts verändern sollen. Wir sind in einer bizarren Situation." Welche zwei Teams sich für eine Änderung ausgesprochen haben, ist nach aktuellen Informationen nicht bekannt.

Doch würde sich mit neuen Reifen ab Barcelona überhaupt viel verändern? Geht es nach Paul Hembery, dann würden die Anpassungen "nur marginal ausfallen". Und der Brite weiß auch genau, wieso man die Pneus nicht grundlegend ändern würde: "Man kann die Meisterschaft nicht beeinflussen. Wenn man eine Änderung macht, und ein oder zwei Autos einen Sprung vorwärts machen, dann wird man richtige Beschwerden bekommen", so der Brite, der von einer No-Win-Situation spricht.

Barcelona als letzter Termin?

Doch wenn Pirelli überhaupt Anpassungen an den schwarzen Walzen vornimmt, dann sei der Europaauftakt in Barcelona wohl so ziemlich der letzte Termin dafür. "Wenn es Änderungen gibt, dann so früh wie möglich. Man möchte nicht nach acht oder neun Rennen noch etwas ändern, das würde vermutlich ein oder zwei Teams bevorzugen", weiß der Motorsportchef. "Jeder hatte im September die gleichen Daten, und es gab verschiedene Ansichten, wie man das Auto designt - und wie man das Auto einstellt, um die Reifen zu nutzen. Man sollte die Teams nicht bestrafen, indem man einen anderen Ansatz wählt."

Zudem weiß Hembery einen weiteren Aspekt auf seiner Seite. Wie im vergangenen Jahr gab es drei Sieger in den ersten drei Rennen - weitere nicht ausgeschlossen. "Aber am Ende des Jahres hat keiner mehr darüber gesprochen", kennt Hembery die Eigenschaft der Teams, die Reifen schneller zu verstehen als angenommen. "Die Teams haben die besten Ingenieure der Welt, die Fahrer sind auch nicht ohne Grund an der Spitze. Sie sind alle intelligent und versuchen, das Bestmögliche aus dem Paket zu holen."

Zumindest gab es vor Jahresfrist nicht ganz so große Aufregung um die weichen und superweichen Reifen, die nach nur wenigen Runden unbrauchbar scheinen. In diese Richtung könnte Pirelli ein wenig justieren, so Hembery: "Wenn wir es ein wenig mehr wie im letzten Jahr hinbekommen, dann bin ich sicher, dass auch die Fans zufrieden sein werden."

Fotoquelle: xpbimages.com

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