Kimi Räikkönen befand sich in Bahrain nicht auf einer Stufe mit Sebastian Vettel

Formel 1 2013

— 21.04.2013

Räikkönen: "Waren gegen Red Bull chancenlos"

Kimi Räikkönen muss nach dem Bahrain Grand Prix feststellen, dass er und sein Lotus-Team keine Chance gegen Sebastian Vettel und Red Bull hatten



Obwohl Kimi Räikkönen und Romain Grosjean am Rennsonntag in Bahrain zeitweise das Tempo des späteren Siegers Sebastian Vettel mitgehen konnten, waren ihre Waffen im Kampf gegen den dreifachen Weltmeister schlicht und ergreifend zu stumpf.

Zu dieser Ansicht kam nach dem Grand Prix Räikkönen, der von Position acht losgefahren war und mit insgesamt zwei Boxenstopps als Zweiter hinter Vettel, der drei Mal zum Service kam, über die Ziellinie fuhr. "Ich denke, dass wir an diesem Wochenende nicht über den nötigen Speed verfügten um es mit den Red Bull aufzunehmen", analysiert Räikkönen, der nach wie vor auch Zweiter der Fahrer-WM hinter Vettel ist (67:77 Punkte), im Gespräch mit 'Sky Sports F1'. "Wir hätten im Qualifying ein paar Plätze weiter vorne sein können. Letztendlich waren wir aber zu weit von Red Bull entfernt. Platz zwei war das Maximum, was wir hier erreichen konnten."

Räikkönen ging genau wie Vettel mit der weicheren der beiden Pirelli-Mischungen ins Rennen, blieb im ersten Abschnitt jedoch sechs Runden länger auf der Strecke als der amtierende Weltmeister. Dadurch blieb er nach seinem Stopp ein wenig im Verkehr an Platz neun hängen und musste sich anschließend mühevoll wieder nach vorne arbeiten. Um an Paul di Restas Force India vorbeizukommen, blieb der Finne länger draußen als ursprünglich geplant. Kein ganz risikoarmes Unterfangen, auch wenn Räikkönen darauf hinweist, dass es ganz normal sei, während eines Rennens die Strategie zu variieren.

Strategien beider Fahrer zahlten sich aus

"Es ist normal, während eines Rennens die Strategie etwas zu verändern", sagt Räikkönen und gibt anschließend zu, dass der Schachzug nicht ganz sicher war: "Je länger man auf der Strecke bleibt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man an Boden verliert." In die Karten spielte ihm dabei seine sehr reifenschonende Fahrweise: "Unser Reifen funktionierte so gut, dass wir den Force India hinter uns halten konnten."

Geändert wurde die Strategie während des Rennens übrigens nicht nur bei Räikkönen, sondern auch bei dessen Teamkollegen Romain Grosjean, der in Bahrain erstmals in dieser Saison mit Rang drei aufs Podium fuhr. Der Franzose startete im Gegensatz zu Räikkönen auf der härteren Reifenmischung und wollte eigentlich einen langen ersten Stint fahren. Er musste jedoch früher als geplant zum Service kommen, da sich auf der ersten Runde Trümmerteile im Kühler seines Lotus angesammelt hatten, die den E21 buchstäblich zum Kochen brachten.

Laut Lotus-Teamchef Eric Boullier war man trotz dieser Änderungen aber unter dem Strich zufrieden mit den Strategien: "Wir entschieden uns, unsere Fahrer auf zwei unterschiedlichen Strategien ins Rennen zu schicken, wobei wir uns immer die Möglichkeit ließen, noch schnell einen Strategiewechsel zu vollziehen. Unsere beiden Strategien scheinen sich ausgezahlt zu haben."

Boullier: "Können den Druck auf Vettel aufrechthalten"

Nach starken Resultaten in den ersten vier Grands Prix - Räikkönen gewann einmal und wurde zwei Mal Zweiter - entpuppt sich Lotus immer mehr zum härtesten Gegner für Sebastian Vettel und Red Bull. In der Teamwertung ist der Rückstand derzeit überschaubar: Gerade einmal 16 Punkte trennen die beiden Teams.

Die Frage ist nun, ob Räikkönen auch weiterhin Druck auf Vettel ausüben kann. Chef Boullier ist zuversichtlich: "Das wird er durchaus schaffen", ist sich der Franzose sicher. "Wir werden ihm unter die Arme greifen damit er den Druck aufrechthalten und vielleicht Vettel damit in Fehler zwingen kann. Er ist zweifellos ein unglaublich konstanter und zuverlässiger Fahrer. Auch heute konnte ihn keiner davon abhalten, auf einer guten Position ins Ziel zu kommen."

TV-Experte und Mercedes-Aufsichtsratsvorsitzender Niki Lauda hat Lotus im WM-Kampf offenbar ebenfalls auf der Rechnung. Der Österreicher ist voll des Lobes für die Mannschaft aus Enstone: "Die sind beeindruckend, überhaupt keine Frage", meint der ehemalige Weltmeister gegenüber 'RTL'. "Sie haben vom ersten Rennen an angezeigt, was da für ein Potenzial drin ist. Man kann nur den Hut ziehen und schauen, dass man es auch hinbekommt, es so auf den Punkt zu bringen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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