Paul di Resta weiß, dass sein Team sich strecken muss, wenn es ein Podium will

Formel 1 2013

— 23.04.2013

Di Resta fordert härtere Arbeit vom Team

Paul di Resta will auf das Podium; dafür fordert er von seinem Force-India-Team noch mehr Einsatz und Ressourcen - Vijay Mallya weiß, dass Geld Erfolg nicht garantiert



Am Ende haben zwei Sekunden gefehlt: Paul di Resta schrammte in Bahrain knapp an seinem ersten Podestplatz vorbei. So nah dran war der Schotte in seiner Formel-1-Karriere noch nie zuvor. In Singapur 2012 fehlten ihm knappe vier Sekunden auf den dritten Rang, doch in Manama konnte der Schotte das Rosenwasser fast schon riechen, bevor er in der Schlussphase des Rennens noch von Romain Grosjean eingeholt wurde. "Irgendwann kommen wir auf das Podium", hatte di Resta nach dem Rennen angekündigt.

Doch dafür erwarte er vom Team noch größere Anstrengung: "Das Team muss hart daran arbeiten, Updates zu bringen, denn wenn sie das Podium wollen, müssen sie auch etwas dafür tun - vermutlich mehr als wir dies im Moment tun." Di Resta weiß, dass Force India nach vielen verpassten Gelegenheiten endlich den zweiten Podestplatz seit dem Husarenritt von Giancarlo Fisichella in Spa 2009 einfahren will. "Ich sagte, sie sollen mir ein schnelleres Auto geben, dann bekommen sie ein Podium."

"Wenn sie im Designbüro ein wenig härter arbeiten und ein bisschen mehr Ressourcen hineinstecken, dann gibt es keinen Grund, warum wir es nicht schaffen sollten", fordert der 27-Jährige. Force India ist bisher stark in die Saison gestartet. Mit 26 Punkten aus vier Rennen steht die Truppe aus Silverstone auf dem fünften Konstrukteursrang. Trotz des Doppelausfalls in Malaysia weiß die Mannschaft immer noch McLaren hinter sich.

Doch dass der Erfolg nicht per Fingerschnippen kommt, weiß Teamchef Vijay Mallya ganz genau. "Ich reiße mir hier den Arsch auf um dorthin zu kommen", wird der Inder gegenüber 'Reuters' deutlich. "Ich denke, dass wir im letzten Jahr mindestens drei Podestchancen ausgelassen haben. Es ist nicht so, dass wir dem Podium erst jetzt näher kommen." Besonders die Fahrt von Nico Hülkenberg beim Saisonfinale in Brasilien dürfte vielen noch im Gedächtnis sein.

Natürlich würde auch Mallya nichts lieber sehen, als wenn einer seiner Boliden unter die besten drei fährt. Doch noch mehr Ressourcen hineinzustecken, sei unsinnig, meint er. "Ich habe zu keiner technischen Anfrage nein gesagt. Andy Green (Technikchef; Anm. d. Red.) weiß, dass ich ihn zu 110 Prozent unterstütze, aber auch, dass er verantwortungsvoll genug sein muss, um kein Geld zu verschwenden. Wir haben kein Geld zum Verschwenden."

Mallya weiß, dass Geld zwar die Chancen in der Formel 1 erhöht, doch es habe immer wieder Beispiele gegeben, dass Geld nicht automatisch auch Erfolg bringt: "Wenn ich morgen weitere 100 Millionen in das Team stecken würde, würde es mir auch keine Performance garantieren", so der Teamchef. Für Barcelona sind aber auf jeden Fall neue Teile angekündigt, denn jeder im Team ist sich bewusst, dass auch die Konkurrenz nicht schläft.

Fotoquelle: xpbimages.com

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