Formel 1 2013

— 23.04.2013

Kubica neuer Mercedes-Simulatorpilot

Robert Kubica, der im Winter einen Mercedes-DTM-Test absolvierte, entwickelt den F1 W04 im Simulator in Brackley mit - Für beide Seiten eine Win-Win-Situation





Bei den Tests in Hockenheim saß Robert Kubica im DTM-Mercedes und glänzte mit hervorragenden Rundenzeiten. Er entschied sich zwar für ein Engagement bei Citroen im Rallyesport, der Kontakt mit der Marke mit dem Stern bleibt aber eng. Der Pole, der immer noch davon träumt, nach seinem schweren Unfall trotz Einschränkungen an der linken Hand eines Tages in die Formel 1 zurückzukehren, ist seit einigen Wochen regelmäßiger Gast im Formel-1-Simulator in Brackley.

Das berichtet 'Bild.de' und deckt sich mit Informationen von 'Motorsport-Total.com'. Das "Silberpfeil"-Team will dies auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com' aber nicht kommentieren. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff gilt seit Kubicas starkem DTM-Test als Fan des ehemaligen Renault-Piloten - er ist auch geschäftsführender Direktor und Anteilseigner beim Formel-1-Team.

Mercedes verfügt derzeit über keinen aktuellen Testfahrer. Im Simulator sind aber neben Kubica auch die Piloten Sam Bird, Brendon Hartley und Anthony Davidson aktiv. Der ehemalige Grand-Prix-Sieger hat in diesem Quartett bei weitem am meisten Formel-1-Erfahrung, wodurch er eine große Bereicherung für die "Silberpfeile" darstellt.

Mercedes verfügt im Vergleich zu anderen Topteams wie McLaren oder Red Bull nur über wenig Erfahrung mit dem relativ neuen Formel-1-Simulator. Ferrari hat mit der Verpflichtung von Pedro de la Rosa kürzlich bewiesen, wie wichtig ein routinierter Simulatorpilot sein kann. "Das Ziel ist es, zu erkennen, wo wir mit dem Auto stehen und wo mit dem Simulator", erklärte der Spanier, der jahrelang den McLaren-Simulator mitentwickelte, seinen Spezialauftrag. "Dann müssen wir diese beiden Welten näher zusammenbringen."

De la Rosa erkannte einige Mängel und arbeitet seitdem an der Verbesserung des Simulationsgeräts. Jungen Piloten fehlt oft das Standing und die Routine, um derart effektiv zu entwickeln. Diesen wertvollen Input erhofft man sich nun auch von Kubica, dessen Talent unbestritten ist - zudem hält man sich den Polen warm, sollte er sich doch noch für eine DTM-Karriere entscheiden. Und der Pole hat die Gelegenheit, sich im Simulator langsam wieder an die "Königsklasse" des Motorsports zu gewöhnen, auch wenn seine Comeback-Chancen als sehr gering eingeschätzt werden.

Fotoquelle: Daimler



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