Christian Klien fuhr 2005 und 2006 für das Red-Bull-Team

Formel 1 2013

— 28.04.2013

Klien über Anfangszeit von Red Bull: "Es war nicht einfach"

Christian Klien spricht über die Anfangszeit von Red Bull in der Formel 1 und die damit verbundenen Schwierigkeiten - F1-Comeback hat der 30-Jährige abgehakt



Das Red-Bull-Team ist seit nunmehr drei Jahren das Maß der Dinge in der Formel 1. Seit 2010 hat der österreichische Rennstall drei Mal in Folge sowohl den Fahrer- als auch den Konstrukteurstitel gewonnen. Technisch wie fahrerisch ist man hervorragend aufgestellt: Mit Sebastian Vettel verfügt man über einen der stärksten Piloten in der Formel 1, mit Adrian Newey über den wohl besten Chefdesigner der Königsklasse.

Doch auch Red Bull hat mal klein angefangen. Ende 2004 gab der Energy-Drink-Hersteller bekannt, das damalige Jaguar-Team aufzukaufen um ein eigenes Formel-1-Projekt zu starten. Die damalige Fahrerpaarung lautete David Coulthard, der vom Weltmeister-Team McLaren kam, und Christian Klien, der zuvor eine Saison für Jaguar bestritten hatte.

Das Debüt des damals noch unter britischer Flagge konkurrierenden Rennstalls glückte zunächst. Coulthard und Klien fuhren im ersten Rennen in Melbourne mit den Plätzen vier und sieben auf Anhieb in die Punkte. Auch beim zweiten Grand Prix in Malaysia konnte man sich über Punkte freuen: Coulthard belegte Rang sechs, Klien Position acht.

Im Laufe der Saison wurde Klien für einige Rennen von Vitantonio Liuzzi abgelöst, ähnlich sah es im Folgejahr 2006 aus. Erst ab 2007 stellte sich beim Team um Christian Horner was die Fahrerwahl betrifft Konstanz ein. Fortan lautete die Fahrerpaarung Coulthard-Mark Webber, der bekanntlich heute noch für das Team mit Sitz in Milton Keynes fährt.

Während man in den ersten vier Saisons drei Mal Platz sieben und einmal Platz fünf in der Teamwertung belegte, stellte sich der Verpflichtung Sebastian Vettels, der zuvor eine Saison lang für das Red-Bull-Juniorteam Toro Rosso gefahren war, 2009 der erwähnte Erfolg ein. Auf einen Vizetitel folgte der dreimalige Gewinn der Weltmeisterschaft.

Red Bull entwickelte sich schnell zu einem Top-Team

Klien, der nach der Saison 2006 bei Red Bull die Kündigung erhielt und fortan als Formel-1-Testpilot tätig war, hat den Umbau des Jaguar-Teams zu Red Bull vollständig miterlebt, darunter auch die Verpflichtung des heutigen Teamchefs Christian Horner und des besagten Chefdesigners Newey, der damals von McLaren zu den Österreichern kam.

Die Situation sei damals nicht immer einfach gewesen, habe man doch große Umstrukturierungen im eher erfolglosen Jaguar-Team vornehmen müssen. "Die Anfangszeit war sicher nicht einfach", sagt Klien im Gespräch mit 'Sportradio360.de'. "Wie bei jedem neuen Formel-1-Team musste auch Red Bull erst einmal die Strukturen aufbauen, die richtigen Leute ins Team holen um sich dann Jahr für Jahr zu verbessern."

"Als ich 2005 und 2006 für Red Bull gefahren bin, waren wir irgendwo im Mittelfeld unterwegs, in die Top-Fünf konnte man ab und zu reinfahren." Die Umstrukturierungsmaßnahmen hätten aber schnell Früchte getragen: "Sie haben sich sehr schnell zu einem Top-Team entwickelt."

Klien schließt Rückkehr in die Formel 1 aus

Sein letztes Formel-1-Rennen bestritt Christian Klien in Abu Dhabi 2010, damals im HRT. Zwischenzeitlich hatte Klien auch Langstreckenrennen bestritten, darunter zwischen 2008 und 2011 drei Mal die 24 Stunden von Le Mans. 2012 nahm der heute 30-jährige Vorarlberger an einigen Rennen der V8-Supercars-Meisterschaft in Australien teil, quasi ein Pendant zur DTM. Dabei hatte Klien offenbar großen Spaß. "Es war ein Riesenspaß! Erst einmal ist es eine gewisse Umstellung, weil man ein Dach über dem Kopf hat. Allerdings kann man auch die anderen Autos etwas anrempeln, was sehr viel Spaß macht. Das ging in der Formel 1 nie. Mit meiner momentanen Situation bin ich sehr glücklich."

Manch einer mag annehmen, dass sich Klien mit solchen Aktivitäten für größere Aufgaben, wie etwa die Formel 1, fit hält. Dem ist aber offenbar nicht so, hat der 49-fache Grand-Prix-Teilnehmer die Hoffnungen auf ein Comeback in der Königklasse doch offenbar schon seit längerer Zeit begraben. "Nach 2010 habe ich das Thema Formel 1 definitiv abgehakt", verrät Klien, der in diesem Zusammenhang auf sein fortgeschrittenes Alter hinweist.

"Es kommen ja auch jüngere Fahrer nach. Schon während meiner Rolle als Testfahrer habe ich mich nach etwas anderem umgesehen. Das ist ja das Gute am Motorsport: Nach einer Formel-1-Karriere hat man noch andere Möglichkeiten, sich weiterhin im Motorsport zum betätigen. Es gibt viele Rennserie, die richtig viel Spaß machen und auch professionell betrieben werden."

Fotoquelle: xpb.cc

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