Formel 1 2013

— 28.04.2013

Mateschitz: "Das hat nichts mehr mit Rennsport zu tun"

Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz kritisiert die aktuelle Reifensituation in der Formel 1 und spricht über die aktuelle Lage seiner Fahrer: "Sie haben freie Fahrt!"





Trotz der beiden Erfolge in Malaysia und zuletzt in Bahrain kritisiert Red Bull nach wie vor die schwache Leistung der Pirelli-Reifen. Laut dem österreichischen Rennstall lässt die Ausdauer der schwarzen Gummis extrem zu wünschen übrig. Man musste nach eigenen Angaben sogar schon Bereiche am Auto zurückbauen um es langsamer und dadurch reifenschonender zu machen.

Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz zeigt sich dementsprechend verärgert über die aktuelle Reifensituation in der Formel 1. "Die Formel 1 hat heute mit klassischem Rennsport nichts mehr zu tun", wettert der Österreicher im Interview mit der Zeitung 'Krone'. "Heute gewinnt nicht der schnellste Fahrer im schnellsten Auto, sondern das optimale Reifenmanagement mit der Geschwindigkeit. Wir mussten sogar unser Auto zurückbauen, weil das die Reifen nicht aushalten, die Lauffläche kaputt wird, Gummiteile wegfliegen. Würden wir wirklich so schnell fahren, wie wir können, bräuchten wir 10 bis 15 Boxenstopps!"

Mateschitz äußerte sich außerdem zum Duell seiner beiden Fahrer Sebastian Vettel und Mark Webber beim Großen Preis von Malaysia. Dort missachtete Vettel eine vorher festgelegte Teamorder, die besagte, dass der Deutsche den in Führung liegenden Teamkollegen nicht überholen solle. Vettel setzte sich über die Entscheidung hinweg, überholte und sicherte sich einen umstrittenen Erfolg.

Red Bull schaffte anschließend nach teils kontroversen Diskussionen die Stallregie ab und teilte den Fahrern mit, fortan frei fahren zu dürfen. Diese Anweisung bestätigt auch Mateschitz. "Vettel und Webber haben bis Saisonende freie Fahrt", sagt der 68-Jährige, der 1987 den Energy-Drink Red Bull in Europa auf den Markt brachte und sich anschließend ein Imperium aufbaute. "Es besteht keine Notwendigkeit, da vor dem Sommer einzugreifen. Aber wir haben mit beiden eine Vereinbarung: Schießt euch nicht von der Strecke! Ansonsten gilt: Fahr mir vor, wenn du kannst - fahr so schnell wie du kannst."

Nach den Vorkommnissen in Sepang wurde viel über die Zukunft von Mark Webber spekuliert. Der 36-Jährige selber will im Sommer nähere Angaben zu seinen künftigen Tätigkeiten machen. Im Gespräch ist ein Engagement für Porsche in der Langstrecken-Weltmeisterschaft sowie in Le Mans. Wenn man Mateschitz' Aussagen Glauben schenken mag, könnte Webber allerdings wohl auch über 2013 hinaus bei Red Bull bleiben. "Das hängt alles von Webber selbst ab", meint Mateschitz. "Wie schnell, wie gut er ist - und welche anderen Angebote er hat."

Fotoquelle: xpbimages.com



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