Robert Fernley ist froh, dass Paul di Resta im Team endlich aufblüht

Formel 1 2013

— 29.04.2013

Fernley überzeugt: Di Resta wäre im Red Bull Weltmeister

Nach dem starken Saisonstart sieht Robert Fernley einen völlig gelösten Paul di Resta und glaubt, dass der Schotte das Zeug hat, eines Tages Weltmeister zu werden



Force Indias starke Frühform lässt auch die beiden Fahrer wieder aufblühen. Zwar hatte Adrian Sutil jetzt dreimal in Folge Pech, doch seine Auftritte bisher zeigen, dass der Deutsche auch nach einem Jahr Auszeit nichts von seiner Schnelligkeit eingebüßt hat. Und auch Paul di Resta zeigt in seinem dritten Jahr endlich, dass er seinen Platz in der Königsklasse verdient hat. 20 Punkte konnte der Schotte in den ersten vier Grands Prix einfahren, in Bahrain schrammte er sogar nur knapp an seinem ersten Podestplatz vorbei.

Der stellvertretende Teamchef Robert Fernley ist schon lange vom ehemaligen DTM-Champion überzeugt und weiß, warum es in diesem Jahr so gut für ihn läuft: "Er verlangt sehr, sehr viel von sich und auch vom Team. Darum ist er hier - wir erwarten das auch von ihm", so der Brite. "Aber ich denke, er ist nun ein bisschen entspannter und agiert mit mehr Leichtigkeit. In seinem dritten Jahr in der Formel 1 beginnt er nun, sich einzufinden und Ergebnisse abzuliefern."

Seiner Meinung nach spricht nichts dagegen, dass di Resta eines Tages einmal Weltmeister wird: "Ich denke mindestens 50 Prozent der Fahrer im heutigen Starterfeld könnten Weltmeister sein, wenn sie zur richtigen Zeit das richtige Auto und das richtige Paket hätten." Dazu zähle auch Paul di Resta. Fernley ist überzeugt, dass der 27-Jährige in einem Red Bull schon zum Champion gekrönt worden wäre. "Es gibt keinen Grund, warum er und ein paar andere dies nicht hätten erreichen können - aber Paul hätte mit Sicherheit das Zeug dazu."

Bisher nehmen sich beide Fahrer bei Force India nicht viel - auch wenn der Punktestand vielleicht etwas anderes aussagt. Dass war auch die Idee hinter der erneuten Verpflichtung von Adrian Sutil. "Es sollte möglichst nahtlos so weitergehen, wie zwischen Paul und Nico (Hülkenberg; Anm. d. Red.) oder 2011 zwischen Paul und Adrian", erklärt Fernley. "Wir wollten den Druck auf Paul aufrecht erhalten, denn dann muss jeder Fahrer am Limit operieren."

Und es scheint sich auszubezahlen: In Bahrain belegten beide Force-India-Piloten geschlossen die Startreihe drei, di Resta fuhr im Rennen lange Zeit auf Podestkurs, bevor er am Ende noch von Romain Grosjean abgefangen wurde. "Das war ein toller Erfolg, aber auch ein seltsames Gefühl als Vijay (Mallya, Teamchef; Anm. d. Red.) und ich uns angeschaut haben und ein kleines bisschen enttäuscht waren", erzählt Fernley.

"Nach einem so wundervollen Rennen und großartigen Resultat zeigt das nur, wo wir als Team stehen und wo unsere Erwartungen liegen." Nämlich aktuell bei Rang sechs in der Gesamtwertung. Derzeit liegt man als Fünfter sogar einen Platz vor den Erwartungen, mit Rang sechs wäre Fernley schon voll zufrieden."Aber es gibt eine Chance auf den fünften Platz, und ich weiß, dass unser geliebter Anführer gerne Fünfter sein würde. Ich werde das korrigieren, wenn wir zur Hälfte der Saison noch die Möglichkeit sehen."

Weiter nach vorne dürfte es für das indische Team wohl nicht gehen, und von hinten drückt nach mäßigem Saisonstart das große McLaren-Team. "Sie werden sehr, sehr stark zurückkommen und es wird schwierig werden, ihrer Kraft und ihren Ressourcen zu widerstehen", weiß Fernley, dass es wohl am Ende doch auf den sechsten Rang hinauslaufen könnte. Doch im Kampf um die Positionen hat die Konkurrenz immerhin schon eine Menge auf Force India verloren.

Fotoquelle: xpbimages.com

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