Das "schwarze Gold" ist und bleibt das Gesprächsthema Nummer eins

Formel 1 2013

— 19.05.2013

Pirelli kontert gegen Red Bull und Mercedes

Nach der Anweisung, neue Reifen zu entwickeln, zeigt sich Pirellis Motorsportchef Paul Hembery angefressen und fürchtet langweiligere Rennen



Paul Hembery, Motorsportchef von Pirelli, schlägt indirekt nach der Anweisung, neue Reifen zu entwickeln, verbal gegen Teams wie Red Bull und Mercedes zurück. Zwar nennt er keine Namen, wirft aber "gewissen Leuten" vor, in der Öffentlichkeit Stimmung für sich und gegen Pirelli zu machen. Außerdem habe sich laut Hembery mit Blick auf die Vergangenheit nicht viel verändert: "Diese Saison ist nicht großartig anders als die beiden davor, besonders was die Zahl der Boxenstopps angeht. Was sich geändert hat, ist, dass gewisse Leute die Medien dazu benutzen, um einen individuellen Vorteil für sich herbeizumanipulieren", so der Engländer gegenüber 'Bild am Sonntag'.

Auch andere hatten bereits moniert, Red Bull nutze die Reifensituation aus, um eigenen Schwächen entgegenzuwirken: "2011 siegte Vettel in Spanien. Er hat ebenfalls vier Mal gestoppt, und es gab insgesamt 77 Boxenstopps im gesamten Rennen (79 in diesem Jahr; Anm. d. Red.). Damals gab es keine Beschwerden von Red Bull", erinnert sich etwa Gary Anderson, ehemaliger Technikchef bei Jordan. Aktuell haben die Bullen zusammen mit Mercedes am meisten Probleme mit den Reifen, da ihre Autos mehr Gummiabrieb produzieren. Die Konkurrenz in Form von Lotus und Ferrari geht wesentlich schonender mit den Pneus um.

Nach der stetigen Kritik der Teams an den italienischen Einheitsreifen hatte Formel-1-Boss Bernie Ecclestone letztendlich entschieden, es solle neue Gummis geben. Ab dem Großen Preis von Kanada werden diese zum Einsatz kommen und könnten das Kräfteverhältnis in der Formel 1 mitten in der Saison empfindlich beeinflussen. Hembery ärgert sich besonders über die Art und Weise, wie es zu der Entscheidung kam: "Leute, die kritisieren, kommen in die Schlagzeilen. Doch wir sind auch von sehr vielen Leuten kontaktiert worden, die sich genau über so ein Verhalten beschweren und die uns bitten, bloß nicht einem solchen Druck oder den Wünschen von Teams nachzugeben."

Für Pirelli kommt die Anweisung Ecclestones einer Rückentwicklung gleich. Härtere Reifen zu liefern, wäre von Anfang an einfacher gewesen, war jedoch nicht gefragt. Eine Entscheidung der Italiener, einfach ähnliche Hinterreifen wie in der vergangenen Saison zu liefern, ist somit gar nicht mal unwahrscheinlich. Gefordert wurde einst mehr Action auf der Strecke, nun der Rückschritt aus Pirelli-Sicht: "Es ist sehr schwierig, alle Teams zu zwei oder drei Stopps zu zwingen. Es wäre viel einfacher, konservativ zu sein. Aber dann hätten wir wieder Rennen mit nur einem Boxenstopp und der Fan wüsste nach der Qualifikation am Samstag schon den Zieleinlauf am Sonntag", so Hembery.

Fotoquelle: Pirelli

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