Wann kann Ferrari im Fürstentum wieder zum Sieg fahren?

Formel 1 2013

— 21.05.2013

Ferrari: Monaco-Sieg nach zwölfjähriger Durststrecke?

Seit Michael Schumachers Triumph 2001 hat Ferrari den Klassiker nicht mehr gewonnen - Nach dem Barcelona-Sieg strotzt man nun vor Selbstbewusstsein



Zwölf Jahre ist es her, dass zum bislang letzten Mal ein Ferrari den Klassiker von Monaco gewonnen hat. Damals war es Michael Schumacher, der vor seinem damaligen Teamkollegen Rubens Barrichello einen Doppelsieg für die "Scuderia" einfuhr. Dennoch sicherte man sich seitdem zahlreiche Podestplätze im Fürstentum - bei den vergangenen elf Rennen sicherte man sich zwei zweite und sechs dritte Plätze.

Schafft man es also dieses Jahr, die Durststrecke zu beende und endlich wieder den höchsten Platz auf dem Siegerpodest zu erobern? Alonso sieht in den Häuserschluchten, wo Überholmanöver besonders schwierig sind, Mercedes wegen der hervorragenden Qualifying-Performance als "Favoriten", ist aber für das Wochenende "zuversichtlich. In den vergangenen drei Jahren standen wir dort immer auf dem Podium, auch wenn wir nicht konkurrenzfähig waren. Das ist auch in diesem Jahr das Ziel."

Alonso: Unbedingt Fehler vermeiden

Mit dem Sieg beim Heimrennen in Barcelona hat Alonso Blut geleckt. Nach den Fehlern der ersten Rennen soll nun die Aufholjagd fortgesetzt werden. Der Spanier peilt erneut den Sieg an und erklärt, warum er diesen für absolut möglich hält: "2011 wurden wir von den Red Bull und McLaren fast überrundet, und in Monaco hätten wir plötzlich fast das Rennen gewonnen und wurden Zweiter hinter Sebastian, als das Rennen in der letzten Runde mit der roten Flagge abgebrochen wurde."

"Wir haben um den Sieg gekämpft, daher wüsste ich nicht, warum wir mit einem Auto, das überall konkurrenzfähig ist, in Monaco nicht um die Spitzenpositionen kämpfen sollten. Das hoffe ich." Wichtig ist nun, dass sich nicht wie zu Saisonstart der Fehlerteufel einschleicht: "Wir müssen bei den kommenden Rennen vor allem auf mechanische Probleme, Fahrfehler und strategische Missgriffe achten. Solche Sachen können im Rennen passieren."

Weitere Fehler kann und will man sich nicht mehr leisten: "Das Team und ich sind in diesem Teil der Meisterschaft sehr konzentriert, denn wir spüren, dass wir viele Punkte verloren haben, weil wir Dinge nicht richtig gemacht haben. Wie müssen alles zusammenbekommen und weitere Fehler vermeiden." In Spanien sei der Druck, eine starke Leistung vor dem heimischen Publikum abzuliefern, "etwas höher, aber ich denke, das wird in Monaco nicht anders sein. Auch dort werden wir die Rennen mit dem Ziel angehen, alle möglichen Fehler zu vermeiden."

Massa rechnet mit "viel Spaß"

Während Fernando Alonso zwei Monaco-Siege auf dem Konto hat - einer für Renault (2006) und einer für McLaren (2007) - läuft Teamkollege Felipe Massa seinem ersten Monaco-Triumph immer noch nach. Sein Monaco-Highlight war die Ferrari-Pole-Position 2008. "Es war ein fantastisches Gefühl, in Monaco auf der Pole zu stehen", blickt er zurück. "Ich hatte 2008 ein großartiges Auto, und ich habe auch um den Sieg gekämpft, aber leider regnete es in diesem Jahr im Rennen, viele Dinge sind passiert, und ich wurde Dritter."

Er vergleicht die Boliden von damals mit seinem heutigen Dienstfahrzeug: "Sie hatten mehr Abtrieb als heute, aber ich denke nicht, dass diese Tatsache unsere Herangehensweise an das Rennen verändert. 2009 und 2010 hatten wir weniger Abtrieb, aber jetzt ist es viel enger. Ich denke, dass wir an diesem Wochenende in Monaco viel Spaß haben werden - auch weil das diesjährige Auto, der F138, viel stabiler ist."

Kurs verzeiht keine Fehler

Zumal Massa im Gegensatz zu seinem Teamkollegen das Rennen im Fürstentum als zweites Heimrennen bezeichnen darf. Er mag den Kurs: "Monaco ist eine sehr spezielle Strecke, und sie ist ganz anders als die anderen Schauplätze, wo wir noch fahren. Man ist dort überall sehr nahe am Limit der Strecke und an den Begrenzungen und muss am Limit fahren, aber darf es nicht einen Millimeter übertreten, denn der kleinste Fehler wird in Monaco sofort bestraft. Der Kurs ist so speziell, und ich fühle mich großartig, wenn ich dort fahre."

Doch wo sind die Tücken der legendären Strecke? "Ich finde nicht, dass es einen Teil der Strecke gibt, der klar schwieriger als ein anderer ist", sagt Massa. "Jede Kurve ist schwierig und eine große Herausforderung - um also eine perfekte Runde zu fahren, muss man jede Kurve mit 100 Prozent fahren. Auf einigen Strecken kann man einen Fehler, den man in einer Kurve macht, an einer anderen Stelle wieder gutmachen. Wenn einem aber in Monaco der kleinste Fehler unterläuft, dann verliert man viel Rundenzeit - das macht die Strecke so fantastisch."

Während es dem Brasilianer in Spanien gelungen, von der fünften Startreihe auf Platz drei nach vorne zu kommen, ist ein ähnliches Szenario in Monaco unwahrscheinlich, denn Überholmanöver sind auf dem engen Kurs besonders schwierig. Daher zählt das Qualifying - bislang eine Ferrari-Schwäche - mehr als woanders. "Von Platz neun auf das Podest zu fahren, war eine tolle Leistung für das gesamte Team und für mich, zumal Fernando das Rennen gewonnen hat", sagt Massa. "Ich war nicht glücklich darüber, nach dem Qualifying drei Startplätze zu verlieren, hatte aber ein tolles Rennen mit vielen Überholmanövern. Wir müssen es uns zum Ziel setzen, bei jedem Rennen um Podestplätze zu kämpfen - was ich mir wirklich bald wünsche, ist ein Sieg."

Fotoquelle: xpbimages.com

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