Bernie Ecclestone stellt Fahrer und Teams gerne vor Herausforderungen

Formel 1 2013

— 21.05.2013

Ecclestone: "Die Fahrer müssen ihr Gehirn benutzen"

Bernie Ecclestone verteidigt Pirelli und meint, dass die Fahrer nun eben nachdenken müssen, wie man gewinnt - Niki Lauda hätte gerne maximal drei Stopps



Wenn es ein Thema gibt, was die Formel 1 ganzjährig beschäftigt, dann sind es wohl die Reifen von Pirelli. Die neue Pneugeneration des italienischen Herstellers hält die Teams ganz schön auf Trab und sorgt für viele Diskussionen - ob man die Gummis ändern sollte oder nicht. Besonders die superweichen und weichen Reifen standen aufgrund ihres schnellen Abbaus im Vordergrund. In Monaco kommen beide Mischungen wieder zum Einsatz, doch auf dem glatten Asphalt erwartet Pirelli keine Probleme.

Auch Bernie Ecclestone hat natürlich eine Meinung zu den schwarzen Walzen von Pirelli - er sieht die Sache wie immer ganz unkompliziert: "Ich habe Pirelli gebeten Reifen herzustellen, die keine 50 Prozent des Rennens halten - damit wir Boxenstopps benötigen. Und das haben sie getan", zeigt sich der Formel-1-Boss gegenüber 'formula1.com' zufrieden. Dass die Reifen meist deutlich kürzer halten, liege in der Natur der Sache, glaubt er.

"Es ist sehr, sehr schwierig Vorhersagen zu treffen und zu sagen, die Reifen halten 15 oder 20 Prozent des Rennes, weil jede Strecke anders ist, andere Temperaturen herrschen, die Autos unterschiedlich sind; und zudem hat auch jeder Fahrer einen anderen Fahrstil", begründet der Brite. Sein Kumpan und Mercedes-Aufsichtsratsvorsitz Niki Lauda hat da eine andere Ansicht: "Als Ex-Fahrer kann ich sagen, dass es Pirellis Ziel war, den ersten Boxenstopp nach zwölf bis 15 Runden zu haben - aber mit den unterschiedlichen Faktoren, die Bernie gerade aufgezählt hat, halten sie manchmal nur vier Runden."

Besonders bei Mercedes sei dieses Phänomen häufig zu beobachten gewesen, weswegen die Silberpfeile in Bahrain und Barcelona im Rennen deutlich zurückgespült wurden - sehr zum Missfallen von Lauda: "Maximal drei Stopps funktionieren. Das war's. Wenn man vier Stopps hat, und manche Reifen nur vier Runden halten, ist es die falsche Richtung", so der Österreicher. Bernie Ecclestone gleitet indes in die Geschichte der Formel 1 ab.

"In den Zeiten, als Niki gefahren ist, war es die größte Sorge, auf das Getriebe und die Bremsen aufzupassen - nicht die Reifen. Davon sind wir dann weggekommen und die Fahrer mussten auf gar nichts mehr achten. Jetzt müssen sie ihr Gehirn mal wieder benutzen und daran denken, wie man Rennen gewinnt." Und auch Pirelli müsse sich so Gedanken machen, wie man die geforderte Situation herstellt: "Das einfachste für Pirelli wäre Reifen zu bauen, die man beim ersten Rennen der Saison draufmacht und beim letzten wieder runtermacht", so Ecclestone. Ein bisschen Herausforderung muss sein.

Fotoquelle: xpbimages.com

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