Trotz Arbeit für das Rennen schnell unterwegs: Nico Rosberg im Mercedes

Formel 1 2013

— 23.05.2013

Optimismus bei Mercedes: Renntempo im Fokus

Auf das Rennen vorbereitet, trotzdem auch auf die Einzelrunde schnell: Spätestens nach dem Donnerstag zählen Rosberg/Hamilton in Monaco zu den Favoriten



Das Mercedes-Team dominierte die beiden Donnerstags-Trainingssitzungen in Monte Carlo - Nico Rosberg hatte am Ende des heutigen Tages fast eine halbe Sekunde Vorsprung auf den ersten Silberpfeil-Verfolger Fernando Alonso (Ferrari). Das stimmt für den Rest des Wochenendes optimistisch, denn Rosberg und auch Teamkollege Lewis Hamilton haben sich heute eigenen Angaben nach darauf konzentriert, ihre Probleme im Renntrimm in den Griff zu bekommen.

Zum Studium der Reifendaten wurde eine Hitzebildkamera eingesetzt, mit der die Reifentemperaturen genau analysiert werden können, und die beiden fuhren am Nachmittag Longruns mit den weicheren Supersoft-Pneus. Danach sahen die Pirellis von Rosberg insgesamt einen Tick besser aus als jene von Hamilton, dramatischen Einbruch bei den Rundenzeiten gab es aber keinen. Und, was besonders ermutigend ist: Obwohl auf das Rennen hingearbeitet wurde, reichte es zur überlegenen Bestzeit.

Man habe sich "nicht viel" auf das Qualifying konzentriert, verrät Hamilton, sondern: "Wir haben versucht, unser Longrun-Tempo zu verbessern. Ich hatte einen ganz ordentlichen Longrun. Wir müssen abwarten. Ich hatte ein bisschen Graining, aber ansonsten sah es nicht schlecht aus. Heute Abend haben wir noch ein bisschen Arbeit vor uns. Morgen können wir uns ausruhen - und am Samstag dann voll angreifen. Unser Tempo ist gut und Nico ist dieses Wochenende offensichtlich sehr schnell. Es sieht gut aus."

Rosberg rechnet nicht fest mit der Pole-Position

Auch Rosberg fühlt sich "wohl, aber das heißt nicht automatisch, dass ich auf Pole stehen werde. Es lief heute gut, aber wir wissen nicht, wie viel Benzin die anderen an Bord hatten. Wir sind vorne dabei, ja, aber wir wissen nicht, ob es reichen wird. Und dann haben wir ja auch noch das Problem mit dem Renntempo. Daran haben wir heute gearbeitet - und wir haben, so denke ich, ein paar Fortschritte gemacht und ein paar Dinge verstanden. Trotzdem gibt es noch das eine oder andere Fragezeichen", so der Deutsche.

Zum Beispiel den ersten Sektor, in dem Alonso schneller war als die Silberpfeile, oder die Höchstgeschwindigkeit, bei der Force India mit dem gleichen Motor vier km/h Vorsprung hat. Das Geheimnis wird aber sein, den Silberpfeil so zu trimmen, dass er die Hinterreifen nicht so schnell verschleißt wie zuletzt: "Es wird definitiv ein Rennen mit zwei Stopps, vielleicht mit einem Stopp", prognostiziert Rosberg. "Man muss versuchen, den Abbau so niedrig wie möglich zu halten, denn das würde im Rennen wirklich helfen."

Ein oder zwei Boxenstopps im Rennen die Regel

Denn die Logik lautet: Wenn man vorne steht und nur einen Boxenstopp machen muss, kann wegen des "Überholverbots" in den engen Gassen eigentlich gar nichts passieren. Von solchen kühnen Ansagen möchte Rosberg nach dem ersten Trainingstag aber noch nichts hören: "Es ist immer toll, wenn wir Erster und Zweiter sind, wie in Barcelona, aber es ist viel zu früh, auch nur daran zu denken. Die Strecke hier ist ganz anders. Heute war gut, aber wir wissen wie gesagt nicht, was die anderen gemacht haben."

"Heute war ein ziemlich guter Tag für uns", findet Teamchef Ross Brawn, "und es ist immer schön, den ersten Tag in Monaco unfallfrei zu überstehen. Die wahre Prüfung ist der Samstag, aber ich bin zufrieden mit der heute erledigten technischen Arbeit in den beiden Trainingssitzungen. Nico und Lewis sowie die Ingenieure haben sehr gute Arbeit geleistet und sich durch das Programm gearbeitet. Das ist ein zufriedenstellender Beginn des Wochenendes. Jetzt müssen wir die richtigen Entscheidungen für Samstag und Sonntag treffen."

"Ein guter und solider erster Tag für uns", ergänzt Sportdirektor Toto Wolff. "Viele Runden, keine Zwischenfälle und gute Rundenzeiten. Nico und Lewis machten beide einen schnellen Eindruck, sie fühlten sich wohl und wir scheinen die Reifen während der Longruns relativ lange in einem guten Zustand halten zu können. Unsere Konkurrenten werden sowohl am Samstag wie auch am Sonntag sehr stark sein, also richten wir den Blick nach vorne und bauen für unsere weitere Arbeit auf diesen guten Beginn auf."

Fotoquelle: xpbimages.com

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