Bernie Ecclestone sieht schon Probleme auf die Hersteller zukommen

Formel 1 2013

— 24.05.2013

Motoren: Ecclestone warnt vor Kostenexplosion

Bernie Ecclestone sieht Schwierigkeiten auf die Motorenhersteller zukommen, sollte einer von ihnen im Hintertreffen liegen - Keine Verlängerung der V8-Generation



Die Formel 1 bereitet sich derzeit fieberhaft auf die größte Regelumstellung der letzten Jahre vor, wenn 2014 statt der aktuellen V8-Motoren neue V6-Turbomotoren aufheulen werden. Auf Ferrari, Renault und Mercedes kommt viel Arbeit zu, Privatschmiede Cosworth wird den Umbruch nicht mitgehen, dafür kommt ab 2015 auch Honda wieder mit in die Königsklasse. Die neue Entwicklung kostet im Gegensatz zu den aktuellen eingefrorenen Triebwerken natürlich auch eine Menge Geld.

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone warnt nun vor einer möglichen Kostenexplosion. "Die Gefahr ist: Wenn einer der drei Hersteller es falsch macht, wird es Unsummen verschlingen, das wieder aufzuholen", prophezeit der 82-Jährige gegenüber 'Reuters'. "Und in dem Moment, in dem sie aufholen, ziehen die anderen wieder weg." Im Moment könne man die Entwicklung aber noch nicht abschätzen. "Bisher ist alles gut", so der Brite.

"Alle drei denken, dass sie es richtig machen", spricht der Chefpromoter weiter. "Wenn es wirklich losgeht, dann ist es zu spät." Ecclestone ist mit dem neuen Motorenreglement nicht zufrieden, denn der neue Sound könnte Fans abschrecken, zudem hält er die zusätzlichen Kosten für unnötig. "Manche Kosten sind Kosten. Da kannst du nichts gegen machen. Aber das sind unnötige Kosten, weil das, was wir hatten, perfekt war."

Zudem sei jeder in der Formel 1 glücklich derzeit. "Glücklich mit dem Formel-1-Lärm, glücklich mit den Kosten, glücklich mit allem", zählt Ecclestone auf. Derzeit würde ein Motorenliefervertrag die Teams rund zehn Millionen Dollar pro Jahr kosten, im kommenden Jahr wird dies sehr wahrscheinlich massiv teuer werden - von bis zu 30 Millionen Dollar ist die Rede. Darum tragen schon einige Teams Sorge, sie können die Turbomotoren gar nicht bezahlen.

Doch um die Einführung der V6-Motoren noch zu kippen, ist es definitiv zu spät. Renault-Einsatzleiter Remi Taffin bestätigt, dass es kein Zurück mehr gibt. "Wir arbeiten nicht mehr an den V8-Motoren. Das technische und das sportliche Reglement verlangt, dass die V6-Motoren eingesetzt werden - deswegen sind alle darauf konzentriert." Zwar könne das Reglement noch bis Ende Juni geändert werden, doch eine Verlängerung der aktuellen Motorenregelung ergebe für ihn keinen Sinn.

"Wir werden im August den Bau der V8-Motoren einstellen. Wir werden unsere Zulieferer anrufen und ihnen sagen, dass wir noch 20 Teile oder so brauchen, damit wir weiter Motoren bauen können. Selbst unter eingefrorenen Bedingungen müssten wir die Leute wieder beauftragen, die Teile zu überprüfen, die Motoren auf dem Prüfstand zu testen - das werden wir aber einstellen. Diese Herangehensweise wäre also Schwachsinn", sieht Taffin keine Chance für einen Rückschritt.

Derzeit ist auch nicht geklärt, wie viele Teams jeder der drei Hersteller im nächsten Jahr beliefern muss. Nach dem Rückzug von Cosworth sucht Marussia noch einen Motorenlieferanten, gleichzeitig sinnt auch beispielsweise Toro Rosso nach Renault-Aggregaten. Die Franzosen haben mit Red Bull, Lotus, Williams und Caterham aber bereits vier Teams. "Unsere Bosse sagen, dass wir eventuell auch fünf Teams ausrüsten könnten", bestätigt Taffin.

Fotoquelle: xpbimages.com

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