Bindung: Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff ist auch Williams-Teilhaber

Formel 1 2013

— 24.05.2013

Williams: Wechsel zu Mercedes steht bevor

Williams soll sich über einen Motorenvertrag ab 2014 mit Mercedes einig sein: Günstiges Angebot und sportlich die beste Lösung



Am Ruhetag der Formel 1 in Monaco steht die Welt der Königsklasse längst nicht still. Im Rahmen des glamourösen Events an der Cote d'Azur wird der freie Tag genutzt, um weiter über die beiden wichtigsten Punkte der aktuellen Szene zu verhandeln: Reifen und Motoren. Bei der Frage nach den Triebwerken für die Zeit ab 2014 ist offenbar bereits eine Antwort gefunden. Nach Informationen von 'auto motor und sport' bestätigen sich die Gerüchte um einen Wechsel von Williams zu Mercedes-Motoren.

Der Deal zwischen dem britischen Traditionsteam und dem Hersteller aus Stuttgart, der seine Antriebstechnik in Großbritannien (Brixworth) fertigen lässt, soll offenbar noch an diesem Wochenende in Monaco verkündet werden. Ein Vertrag zwischen Williams und Mercedes könnte einen ganzen Rattenschwanz von Entscheidungen nach sich ziehen. Mehrere Teams peilen einen Wechsel des Motorenpartners an.

Die Antriebseinheit von Mercedes - bestehend aus V6-Turbomotor samt Peripherie sowie Hybridsystemen und Getriebe - gilt als leistungsfähig und günstig. Die Stuttgarter geben das Paket für 2014 angeblich für 17 Millionen Euro ab. Renault ruft einen höheren Preis auf, Ferrari könnte womöglich etwas günstiger sein. Neben dem Werksteam der Silbernen werden somit Williams und McLaren mit Mercedes-Power fahren, auch Force India gilt als Kandidat.

McLaren wird den Antrieb von Mercedes nur ein Jahr lang verwenden, ab 2015 zu Honda zurückkehren. "Der Motor wird plombiert. Hineinschauen kann also keiner. Dass durch den Fahrbetrieb Daten fließen, können wir nicht verhindern", befürchtet Niki Lauda im Gespräch mit 'auto motor und sport' einen Wissenstransfer. Marussia soll 2014 zur Antriebseinheit von Ferrari wechseln, auch Sauber plant mit der italienischen Power. Als Renault-Kunden stehen Red Bull (dort mit dem Namen Infiniti), Lotus, Toro Rosso und Caterham vor einem Abschluss.

Fotoquelle: Williams

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