Formel 1 2013

— 25.05.2013

Prost: "Sieg in Monaco ist wie ein WM-Titel"

Wie viel ein Sieg in Monaco bedeuten kann, zeigt sich an Ex-Formel-1-Weltmeister Alain Prost - 1993 verpasste er durch eine Strafe den Sieg und ärgert sich noch heute



Die Formel 1 macht an diesem Wochenende wieder einmal Station im Fürstentum Monaco. Es ist zweifellos das Highlight im gesamten Rennkalender. Die Strecke durch die engen Gassen von Monte-Carlo ist mit keinem anderen Grand-Prix-Kurs vergleichbar. Nirgendwo sonst rasen die Fahrer mit ähnlichen Geschwindigkeiten so nah an den Leitplanken entlang. Jeder noch so kleine Fehler kann schon das Aus, wenn nicht sogar schlimmeres bedeuten.

Der Großteil der Piloten liebt die Herausforderung, sich für eine superschnelle Runde auch mal an den Leitplanken anlehnen zu müssen. Dazu zählt such Nico Rosberg, der in Monaco aufgewachsen ist und in diesem Jahr als großer Favorit auf den Rennsieg gilt. Andere (Ex-)Piloten wie Ralf Schumacher finden den Stadtkurs allerdings nicht mehr zeitgemäß.

Dass in Monaco immer auch das Risiko mitfährt, macht die Strecke für viele aber auch besonders reizvoll. Hinzu kommt die besondere Atmosphäre im wohlhabenden Mittelmeer-Paradies. Das Motto heißt: Gesehen und gesehen werden. "Ich liebe die Atmosphäre in Monaco", sagt Alain Prost. Der viermalige Formel-1-Weltmeister gewann während seiner aktiven Zeit zwischen 1980 und 1993 insgesamt vier Mal in den engen Häuserschluchten und gehört damit zu den Monaco-Spezialisten.

In Monaco spürt man die Gefahr

Auch der hohe Anspruch, der in Monaco an die Fahrer gestellt wird, habe Prost immer fasziniert. Es gebe jedoch auch eine Kehrseite der Medaille: "In Monaco spürt man die Gefahr", gibt der 58-Jährige im Gespräch mit 'The Telegraph' zu Bedenken. "Der Start war immer ein sehr heikler Moment. Es war immer kritisch, wenn man auf dem Weg hoch zum Kasino im Pulk fuhr."

Ein paar Kurven weiter folgte eine weitere Passage, die es auch heute noch in sich hat: Der Tunnel. "Im Gegensatz zu heute war er damals aber nicht beleuchtet", weist Prost auf eine Streckencharakteristik hin, die man über die Jahre zugunsten der Sicherheit verbessert hat.

Verpasster Sieg ärgert Prost noch heute

Prost siegte in den Saisons 1984, 1985, 1986 und 1988 in Monte-Carlo. 1993, nach einem Jahr Pause von der Formel 1, hätte der Franzose im Jahr seines vierten und letzten WM-Titels auch gewinnen können. Ihm wurde aufgrund eines Frühstarts eine Stop-and-Go-Strafe auferlegt. Das Rennen gewann ausgerechnet Ayrton Senna, Prosts Erzfeind.

Diese Niederlage gegen Senna traf Prost bis ins Mark, auch weil der Brasilianer, der 1994 in Imola tödlich verunglücken sollte, damit sechs Monaco-Siege und damit zwei Erfolge mehr als Prost auf dem Konto hatte. "Das konnte ich nie akzeptieren", ärgert sich Prost heute noch. "Ein Sieg in Monaco bedeutet so viel. Es ist gleichbedeutend mit dem Gewinn einer Weltmeisterschaft."

Fotoquelle: xpbimages.com

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