Nico Rosberg steht zum dritten Mal in Folge auf der Pole-Position

Formel 1 2013

— 25.05.2013

Rosberg: "Es kann immer Überraschungen geben"

Nico Rosberg freut sich über die Pole-Position bei seinem eigentlich Heim-Grand-Prix, sieht die Rennperformance aber weiterhin als Manko an



Immer wieder samstags... hat Nico Rosberg Grund zur Freude. Beim Großen Preis von Monaco fuhr der Mercedes-Pilot zum dritten Mal ein Folge auf die Pole-Position. Dieser Erfolg in seiner Heimat Monte Carlo bedeutet Rosberg sehr viel, 30 Jahre nach Vater Keke könnte morgen der nächste Rosberg in Monaco gewinnen. Nach den Erfahrungen der vergangenen Rennen zeigt sich der Deutsche in der Pressekonferenz nach dem Qualifying aber nur zurückhaltend optimistisch. Da Rennen sei nach wie vor die Schwäche der Silberpfeile, allerdings sollte diese seiner Meinung nach in Monaco nicht so sehr in Erscheinung treten.

Frage: "Nico, das war in gewisser Weise das Ergebnis, mit dem viele Leute gerechnet haben - aber der Weg dorthin war bei diesen Bedingungen alles andere als einfach."
Nico Rosberg: "Oh ja, auf jeden Fall! Es hätte heute da draußen wesentlich einfacher sein können. Die Bedingungen waren sehr wechselhaft. So bald es leicht zu regnen begann, wurden die Rundenzeiten viel langsamer, selbst auf den Intermediates."

"Daher war es sehr schwierig und hat sich ständig verändert. Du musstest zur richtigen Zeit mit den richtigen Reifen auf der Strecke sein, vor allem, als in Q2 auf Slicks gewechselt wurde, aber ich bin wirklich glücklich. Alles lief nach Plan, und die letzte Runde war okay. Es ist großartig, wieder auf der Pole zu stehen, vor allem in Monaco. Wenn das auf irgendeiner Strecke einen Unterschied ausmacht, dann hier."

Frage: "Wie viel einfacher wäre es unter trockenen Bedingungen gewesen?"
Rosberg: "Es ist nie einfach, aber natürlich waren die Bedingungen schwieriger, als wenn es völlig trocken gewesen wäre. Ich weiß es nicht, es wäre vielleicht ähnlich gewesen, denn es ist für alle gleich."

Wenn der Schulweg zur Rennstrecke wird

Frage: "Das ist die dritte Pole in Folge, wie ist die Situation für dich? Du standest bei den vergangenen beiden Rennen auf der Pole-Position, machst keinen Fehler und bist ein echter Monegasse, weil du hier aufgewachsen bist. Wie fühlst du dich, nachdem du hier bei deinem eigentlich Heim-Grand-Prix die Pole-Position erreicht hast?"
Rosberg: "Das ist auf jeden Fall etwas ganz besonderes. Ich bin hier aufgewachsen und habe mein ganzes Leben lang hier gelebt."

"Ich bin hier zur Schule gegangen. Der Weg durch den Tunnel war mein Schulweg, und jetzt fahre ich mit dem Silberpfeil dort entlang. Heute auf der Pole zu stehen, ist ein großartiges Gefühl, fantastisch. Ich freue mich auf morgen, werde das Beste daraus machen und versuchen, ein gutes Resultat zu erreichen."

Frage: "Es ist 30 Jahre her, dass dein Vater Keke diesen Grand Prix gewonnen hat. Nun schickst du dich an, als erster Sohn eines Monaco-Grand-Prix-Siegers hier zu gewinnen. Was denkst du vor dem morgigen Grand Prix?"
Rosberg: "Es ist immer nett, von diesen Statistiken zu hören, aber das ändert für morgen nicht wirklich viel. Ich bin einfach froh, als Erster zu starten. Wie man weiß, hatten wir in Barcelona im Rennen große Probleme. Ich war am Ende des Rennens 70 Sekunden hinter dem Rennsieger."

"Wir steigern uns, aber es ist schwierig, diese Reifen zu verstehen und das Beste aus ihnen herauszuholen. Wie verbessern uns Schritt für Schritt, aber es gibt immer noch viele Fragezeichen. Und daher, ja, ich bin mir sicher, dass wir einen Schritt nach vorne gemacht haben, aber es wird morgen für uns auf jeden Fall schwierig. Es ist immer noch unsere Schwachstelle, aber wir werden das Beste daraus machen, und wer weiß? Es kann immer einige Überraschungen geben."

Frage: "Heute Abend findet ein rein deutsches Champions-League-Finale statt, du hast das Auto auf die Pole-Position gestellt, darüber gibt es wenig zu sagen. Aber es gab einen Moment in Q1 in der Mirabeau, wo du beinahe geradeaus gefahren wärest - das war recht eng. Ist dir da das Herz in die Hose gerutscht?"
Rosberg: "Das ist eigentlich zwei Mal passiert, ich habe zwei Mal exakt das Gleiche gemacht."

"Ich war vom fehlenden Grip überrascht und wollte bei der nächsten Runde nicht akzeptieren, dass ich so viel Tempo rausnehmen muss und bin daher wieder geradeaus gefahren. Aber das war am Beginn der Trainingssitzung, es trocknete ab und ich wusste, dass noch genügend Zeit blieb, um später eine Zeit zu setzen. Aber natürlich sind solche Momente nicht toll, ich bleibe lieber auf der Strecke."

Rennen wird "auf jeden Fall schwierig"

Frage: "Lass uns darüber sprechen, wie du den Start angehen wirst. Kannst du bestätigen, dass du erwartest, gegen Lewis fahren zu dürfen, aber mit der klaren Ansagen, dass ihr euch nicht in der frühen Phase gegenseitig aus dem Rennen nehmt?
Rosberg: "Kannst du mir versichern, wie du dich von jetzt an verhalten wirst? Um auf die Frage zu antworten: Natürlich werden wir uns gegenseitig respektieren. Der Start wird wichtig sein, dann sehen wir, wer als Erster in die erste Kurve geht. Ich habe den Vorteil, weiter vorne und auf der sauberen Seite der Strecke zu stehen. Das ist auf jeden Fall gut, und dann müssen wir sehen, wie es läuft - wer schneller ist, wer die bessere Strategie hat und so weiter."

Frage: "Dein Auto verfügt auf dieser Strecke über einige Neuerungen. Erwartest du anhand der Informationen aus den Freien Trainings, dass das Rennen anders als das vorherige verlaufen wird, wo du auch von vorne gestartet bist und dann einen Leistungseinbruch erlebt hast?"
Rosberg: "Seitdem sind erst zwei Wochen vergangen. Wir lagen 70 Sekunden zurück und werden sicherlich große Probleme im Rennen habe. Es wird auf jeden Fall schwierig."

"Diese Strecke ist ein Vorteil für uns, weil man hier nicht so leicht überholen kann. Außerdem werden die Reifen hier nicht so beansprucht, es gibt also einige Vorteile. Wir haben ein paar Veränderungen vorgenommen um einige Dinge zu verbessern. Wir machen Fortschritte und sehen hoffentlich besser aus als in Barcelona, aber es ist immer noch unsere Schwachstelle, daher müssen wir abwarten. Aber es könnte morgen auch ein bisschen besser sein als erwartet."

Frage: "Du hast ein bestimmtes Aufwärmprogramm mit Fußball und verschiedenen anderen Dingen mit deinem Trainer. Ist das hier im Monaco anders?"
Rosberg: "Nein, es ist das gleiche. Ich spiele gerne etwas Fußball, bevor ich ins Auto steige, nur um mich zu bewegen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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