Paul Hembery kann die Aufregung um den Reifentest nicht nachvollziehen

Formel 1 2013

— 26.05.2013

Hembery rechtfertigt Mercedes-Reifentest

Paul Hembery betont, dass Pirelli mit allen Teams über den 1.000-Kilometer-Reifentest gesprochen habe und erklärt, dass Mercedes dadurch keinen Vorteil habe



Seit am Sonntagvormittag am Rande des Großen Preis von Monaco bekannt wurde, dass Mercedes zusammen mit Pirelli einen 1.000-Kilometer-Reifentest auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona absolviert hat, kochen die Emotionen im Fahrerlager hoch. So sieht sich unter anderem Red Bull benachteiligt und hat einen Protests beim Automobilweltverband FIA angekündigt. Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery sieht sein Unternehmen jedoch im Recht und rechtfertigt den "Geheimtest" in Spanien.

"Wir haben einen Vertrag mit der FIA der uns erlaubt 1.000 Kilometer zu testen", erklärt Hembery im Gespräch mit 'Sky'. In wie weit das durch das sportliche Reglement der Formel 1 gedeckt ist, welches Testfahrten mit den aktuellen Autos während der laufenden Saison verbietet, ist derzeit noch nicht klar. Hembery zeigt sich über die Reaktion der anderen Teams verwundert, denn seiner Aussage nach sei auch mit den anderen Rennställe über diesen Test gesprochen wurden: "Wir haben im vergangenen Jahr alle Teams angefragt, ob sie diesen Test durchführen wollen. Einige haben ja gesagt, andere nein."

Die Wahl sei auf Mercedes gefallen, weil sie eines der Teams gewesen seien, dass seine Bereitschaft zur Durchführung des Tests bekundet habe. Man habe für diesen Entwicklungstest bewusst ein repräsentatives Auto haben wollen und daher nicht auf das eigene Testfahrzeug, einen Renault R30 aus dem Jahr 2010 gesetzt. Vorhaltungen, Pirelli hätte den Test bekanntgeben müssen, weißt Hembery zurück: "Wir sind nicht verpflichtet, das anzukündigen, das ist unsere private Arbeit."

Pirelli habe den Test auch deshalb nicht angekündigt, weil man befürchtet habe, dieser käme durch die Diskussionen, die nun im Nachhinein stattfinden, erst gar nicht zu Stande:"Je mehr du darüber sprichst, umso weniger erreichst du. Wenn du beginnst, darüber zu diskutieren, dauert es sechs Monate, bis du endlich anfangen kannst", wird Hembery im Weblog des Formel-1-Journalisten Adam Cooper zitiert.

Neben ersten Prototypen für das Jahr 2014 habe Pirelli bei dem Test auch veränderte 2013er-Reifen getestet, die ab dem Großen Preis von Kanada zum Einsatz kommen könnten. "Wir haben mit Blick auf zukünftige Produktionsprozesse einige Veränderungen getestet, drunter auch einige Lösungen, die auch für Kanada relevant sein könnten", erklärt Hembery bei 'Sky'. Allerdings habe Mercedes durch den Zusatztest keinen Vorteil erlangt, denn die Reifen seien nicht markiert gewesen.

"Sie wissen nicht, was sie getestet haben. Sie haben Reifen A, B und C getestet. Sie haben keine Ahnung, welche Reifen das waren", betont Hembery. Insgesamt seien bei dem Test etwa 35 verschiedenen Spezifikationen gefahren worden." Sie waren alle mit einem Zahlencode versehen. Sie wissen nicht, welcher Reifen das war", so der Brite.

Fotoquelle: xpbimages.com

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