Massa wirkte nach dem Unfall benommen und wurde ins Krankenhaus gebracht

Formel 1 2013

— 26.05.2013

Schwarzer Nachmittag für die Roten in Monaco

Felipe Massa im Krankenhaus - Fernando Alonso nur auf Platz sieben: Nach dem Triumph von Barcelona musste Ferrari in Monaco einen Rückschlag einstecken



Nachdem Ferrari vor 14 Tagen beim Rennen in Spanien nach den Plätzen eins und drei von Fernando Alonso und Felipe Massa noch der strahlende Sieger war, musste das Team heute beim Großen Preis von Monaco eine herbe Niederlage einstecken. Massa musste nach einem erneut schweren Unfall zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht werden. Alonso war während des Rennen schlicht zu langsam und verlor als Siebtplatzierter wichtige Punkte auf WM-Rivalen Sebastian Vettel.

"Es war nicht das beste Wochenende für uns, sehr schwierig", bilanziert Teamchef Stefano Domenicali im Gespräch mit 'Sky'. Massa hatte in Runde 30 für die erste große Schrecksekunde des Rennens gesorgt, als er am Ende der Start-Ziel-Geraden auf identische Weise wie schon im dritten Freien Training verunglückt war. Der Brasilianer wirkte nach dem Unfall benommen und wurde zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Domenicali konnte jedoch Entwarnung geben: "Zum Glück ist er in Ordnung. Wie man sich vorstellen kann, hat er einige Schmerzen, aber kein ernstes Problem."

Bei der Suche nach der Ursache für Massas erneuten Abflug tappt Ferrari zur Stunde noch im Dunkeln. "Wir wissen ehrlich gesagt noch nicht was passiert ist. Gestern war nichts am Auto, heute müssen wir erst verstehen, was passiert ist", sagt Domenicali. Der Brasilianer war heute aber nicht das einzige Sorgenkind im Team. Alonso musste sich von Startplatz sechs aus im Rennen nach hinten orientieren und fiel in der Schlussphase sogar noch bis auf Rang sieben zurück.

"Nachdem Perez mir ins Auto gefahren ist, habe ich im letzten Teil des Rennens ein wenig Leistung verloren", sieht Alonso die Kollision mit McLaren-Pilot Sergio Perez als eine, aber nicht als einzige Ursache für die durchwachsen Vorstellung: "Aber auch in der ersten Phase des Rennens, als alles normal war, waren wir nicht so schnell wie an anderen Sonntagen. Wir müssen verstehen, warum das so ist und hoffen, dass in Kanada wieder alles normal sein wird."

"Es war nicht einfach, wieder auf Rundenzeit zu kommen und das Gespür für das Auto zu entwickeln", sagt Alonso über das durch eine rote Flagge und zwei Safety-Car-Phasen zerrissene Rennen: "Die Strecke hat sich während des Rennens ständig verändert, nachdem mehr Gummi gelegt wurde. Das Rennen war nicht einfach zu verstehen. Nach unserem schlechten Qualifying waren wir in einer Gruppe mit sehr aggressiven Fahrern. Sie haben nichts zu verlieren, da sie nicht um die Meisterschaft kämpfen. Wir müssen also bei diesen Manövern besondere Vorsicht walten lassen, während sie Vollgas geben können", sagt der Spanier.

Mit Platz sieben verlor er im Kampf um den WM-Titel gegenüber Vettel am Boden und hat nun schon 29 Punkte Rückstand. Trotz des Rückschlags von Monaco mahnt Domenicali sein Team zur Ruhe: "Wir dürfen jetzt nicht falsch reagieren und in Aktionismus verfallen, sondern müssen ruhig bleiben und den Grund dafür verstehen, warum dieses Rennen so verlaufen ist. Wir waren nicht auf dem Niveau, auf dem wir sein wollten. Wir müssen aber rational bleiben. Vor zwei Wochen haben wir ein völlig anderes Rennen gesehen", erinnert der Teamchef an den Erfolg in Barcelona.

Fotoquelle: xpbimages.com

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