Sebastian Vettel ist nach dem Monaco-Wochenende weiter auf WM-Kurs

Formel 1 2013

— 28.05.2013

Vettel auf den Spuren Prosts

Alain Prost sieht Dreifachweltmeister Sebastian Vettel auf einem guten Weg, die eigens aufgestellte Marke von vier WM-Titeln einzustellen



Sebastian Vettel wurde in den vergangenen drei Jahren Weltmeister und ist nach Monaco wieder auf einem guten Weg, in dieser Saison Titel Nummer vier einzufahren. Er würde damit in der wichtigsten aller Disziplinen gleichziehen mit Formel-1-Legende Alain Prost, der seinerzeit zwischen 1980 und 1993 ebenfalls viermal die WM gewann. Bei der Zahl der Pole-Positions konnte der Heppenheimer Prost bereits um fünf übertreffen, bei den Siegen ist er allerdings noch ein ganzes Stück entfernt von den beeindruckenden 51 Erfolgen des Franzosen (Vettel derzeit bei 28).

Dass Vettel Prosts Marke von vier Titeln egalisieren könnte, lässt den 58-Jährigen kalt: "Ändere die Dinge, die du ändern kannst. Und halte dich nicht mit denen auf, auf die du keinen Einfluss hast. Als ich meinen Rekord für die meisten Grand-Prix-Siege an Michael Schumacher verloren hatte, war das etwas anderes. Darüber war ich nicht glücklich", erinnert sich der Franzose wehmütig gegenüber 'Welt am Sonntag'. "Ob ich jetzt der zweit-, dritt- oder vierterfolgreichste Fahrer der Formel-1-Geschichte bin, ändert nichts."

Die Zeichen auf den vierten WM-Sieg Vettels in Folge stehen derzeit nicht schlecht. Denn der 25-Jährige habe "keine gravierende" Schwäche, so Prost. Besonders die Unkenrufe, Vettel gewänne nur, weil er im Red Bull sitze, habe der amtierende Champion entkräftet: "In den vergangenen Jahren hieß es immer, er könne Rennen nur von vorn gewinnen. Nun, das hat er in der vergangenen Saison widerlegt." Beeindruckt habe Vettel ihn auch 2012 durch seine unerschütterliche Zuversicht, einen 40-Punkte-Rückstand auf Fernando Alonso noch aufzuholen: "Diese Überzeugung braucht man, um ein großen Fahrer zu sein", so Prost.

Große Parallelen zur eigenen Karriere sieht Prost bei Vettel trotzdem nicht, denn die Zeiten haben sich seit den Achtzigern stark verändert: "Man kann die aktuelle Generation nicht mit meiner vergleichen. Alles ist anders: Das Leben, die Gesellschaft, die Politik, der Sport und die Formel 1 sowieso." Auf Prosts Spuren wandelt Vettel also nur, was den Erfolg angeht, weitere Vergleiche verbieten sich für die lebende Legende: "Das Rennfahrerleben hat nichts mehr mit dem zu tun, das ich damals geführt habe."

Fotoquelle: xpbimages.com

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