Franz Tost, Carlos Ghosn und Christian Horner (v.r.n.l.) bei der Bekanntgabe

Formel 1 2013

— 29.05.2013

Tost: "Durch Renault-Deal können wir Kosten senken"

Obwohl der Renault-Motor ab 2014 als teuerstes Triebwerk gilt, will Toro Rosso durch den neuen Partner sparen - Verbindung zwischen Red Bull und Renault wird enger



Es galt lange als offenes Geheimnis, seit dem Monaco-Wochenende ist es auch offiziell: Renault wird ab 2014 nicht nur das Red-Bull-Team mit Motoren beliefern, sondern auch die B-Mannschaft des österreichischen Energy-Drink-Konzerns, Toro Rosso. Das ergibt Sinn, denn in der Formel 1 ist es erlaubt, das Getriebe von einem anderen Hersteller zu beziehen, da es als nicht leistungsentscheidendes Teil angesehen wird.

"Wir rechnen mit einigen Synergien mit Red Bull, denn wir werden das Red-Bull-Technology-Getriebe ab 2014 verwenden", bestätigt Teamchef Franz Tost. "Dadurch können wir unsere Kosten senken, denn wir müssen dann das Getriebe nicht mehr wie in der Vergangenheit selbst entwickeln." Stattdessen wird es von Red Bull in Milton Keynes hergestellt. Dadurch ist auch erklärbar, dass das kleine Toro-Rosso-Team von Ferrari auf die teureren Renault-Triebwerke umsteigt.

Toro Rosso und Renault arbeiten bereits für 2014

Schon jetzt arbeitet die italienische Truppe aus Faenza mit den französischen Motorentechnikern am Boliden für 2014. Die Reglementänderungen - die 2,4-Liter-V8-Sauger werden durch 1,6-Liter-V6-Turbos ersetzt - sind ein günstiger Zeitpunkt für einen Motorenwechsel, schließlich ändern sich Maße und Einbau des Aggregats ohnehin.

"Es hat bereits ein paar Besprechungen mit den Ingenieuren gegeben, denn sie tauschen ein paar Informationen über die Abläufe der beiden Partner aus", erklärt Tost den Stand der Dinge. "Wir haben jetzt den Vertrag unterschrieben und werden diese Besprechungen weiterführen. Wir habe eine enge Kooperation, was nötig ist, denn die Antriebseinheit für das kommende Jahr ist ziemlich kompliziert. Bei den Besprechungen geht es um die nächsten Schritte."

Formel-1-Engagement: Infiniti und Renault bleiben Kernmarken

Ab 2014 wird es in der Zusammenarbeit zwischen Renault und Red Bull aller Voraussicht noch eine weitere Änderung geben: Die Aggregate, die man an das A-Team liefert, sollen nach der Renault-Nissan-Nobelmarke Infiniti - bereits jetzt Red-Bull-Hauptsponsor - benannt werden. Dafür kassiert Renault Geld von Infiniti.

"Ich finde es fantastisch, dass sich die Renault-Nissan-Gruppe so sehr der Formel 1 verschrieben hat", sagt Renault-Boss Carlos Ghosn. "Damit meine ich die Motoren, aber auch die Zusammenarbeit von Infiniti mit Red Bull. Dadurch wird die Beziehung zwischen der Renault-Nissan-Allianz und der Red-Bull-Gruppe in Hinblick auf die gemeinsamen Formel-1-Aktivitäten noch enger."

Derzeit ist aber nicht geplant, weitere Renault-Nissan-Marken wie Datsun oder Dacia in der "Königsklasse" des Motorsports zu promoten. "Ich möchte jetzt nicht sagen, was in drei, vier Jahren passieren könnte, aber in absehbarer Zeit wird Renault als Technologiepartner und Motorenlieferant agieren und Infiniti als Marketing-Partner", erklärt Ghosn den Status quo. "Man hat natürlich immer hunderte Ideen, aber in Hinblick auf Entscheidungen und auf das, was 2013 und 2014 passieren wird, werden Renault und Infiniti die zwei Kernmarken sein."

Fotoquelle: xpbimages.com

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