Die Pirelli-Pneus befinden sich weiter im Fokus des Formel-1-Interesses

Formel 1 2013

— 29.05.2013

Pirelli bestätigt: Keine neuen Reifen beim Kanada-Rennen

Knalleffekt in der Reifen-Saga nach dem Mercedes-Test: Der Kanada-Grand-Prix wird nun nicht wie angekündigt mit neuen, sondern mit den bekannten Reifen gefahren



Nächste Wendung im ewigen Tauziehen um die Reifen: Beim Grand Prix von Kanada in Montreal werden nun nicht wie bisher angenommen die adaptierten Pirelli-Reifen zum Einsatz kommen, sondern die bisherigen Gummis. "Aus Gründen der sportlichen Gleichbehandlung haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen", bestätigt eine Pirelli-Sprecherin gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Wir haben dafür auch in Kauf genommen, dass es zu weiteren Delaminierungen kommt."

Ursprünglich hatte der italienische Reifenhersteller nach der heftigen Kritik angekündigt, ab Montreal leicht verbesserte Reifen an die Teams liefern zu wollen - diese werden aber nun nur im Freien Training zu Testzwecken eingesetzt. Sie sind an den Außenschultern mit einem Kevlar- statt einem Stahl-Ring versehen - dadurch will man verhindern, dass sich der Reifen zu schnell aufheizt und es zu Delaminierungen (die Lauffläche löst sich ab, Anm.) kommt.

Damit haben die Befürworter der bisher verwendeten Reifen, Force India, Ferrari und Lotus, gegen die Kritiker Mercedes und Red Bull einen weiteren Etappensieg errungen. Sie haben verhindert, dass zu den Reifen des Jahres 2012 zurückgekehrt wird, da die Spezifikationen spätestens im September des Vorjahres feststehen mussten. Änderungen sind nur möglich, wenn es ein sicherheitsrelevantes Problem gibt.

Die gefundene Lösung verhindert auch, dass die "Silberpfeile" nach dem umstrittenen Test in Barcelona vor dem Monaco-Grand-Prix einen Vorteil gegenüber den anderen Teams haben, schließlich probierte man auf dem Circuit de Catalunya als einziges Team bereits die neuen Pneus. "Die meisten Reifen, die dort getestet wurden, waren aber nicht für diese Saison relevant", relativiert die Pirelli-Sprecherin. "Mercedes hatte in Monaco keinen Vorteil."

Lotus-Teamchef Eric Boullier befürwortet die Entscheidung von Pirelli, dass auch in Kanada mit den bekannten Mischungen "Supersoft" und "Medium" gefahren wird. "Wir freuen uns, die modifizierten Reifen in Kanada im Freien Training zu testen, aber wir fahren das Rennen mit den 2013er-Reifen, und dann sehen wir weiter", sagt der Franzose gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Ich sehe keine Eile. Wir können aber nicht in Kanada mit neuen Reifen antreten, ohne diese vorher getestet zu haben."

Fotoquelle: xpbimages.com

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