McLaren steht in den kommenden Jahren vor einem Umbruch

Formel 1 2013

— 31.05.2013

Mercedes-Aus: McLaren rechnet 2014 mit Nachteil

McLaren-Sportdirektor Sam Michael rechnet nicht damit, dass sein Team 2014 von Mercedes die optimale Unterstützung erhält. Vorzeitige Honda-Tests schließt er aus.

McLaren ist dieses Jahr nur mäßig in die Saison gestartet - wird nun auch 2014 ein Übergangsjahr? Nicht auszuschließen, denn in der kommenden Saison, in der erstmals die neuen 1,6-Liter-V6-Turbomotoren eingesetzt werden, geht die seit 1995 währende Partnerschaft mit Mercedes zu Ende. Die Stuttgarter müssen also einen Know-how-Transfer nach Japan befürchten, denn Honda wird schon 2014 eng mit McLaren zusammenarbeiten, um die Truppe aus Woking dann 2015 mit Motoren zu beliefern. Möglicherweise wird man bereits in der kommenden Saison zu Testfahrten mit McLaren ausrücken, was die Beziehung zu Mercedes zusätzlich belasten könnte, auch wenn dies aus Woking derzeit noch relativiert wird. Die Stuttgarter werden also versuchen, nur die notwendigsten Daten an McLaren weiterzugeben, was sich in letzter Konsequenz auch auf die Performance auswirken könnte.

McLaren: Produktivität wird leiden

Dessen ist man sich bei McLaren bewusst. "Es gibt keinen Zweifel, dass man am Ende einer Beziehung - ob mit einem Motorenhersteller oder mit irgendjemandem - nicht so produktiv sein wird wie am Anfang oder wahrscheinlich in der Mitte", sagt Sportdirektor Sam Michael gegenüber 'Autosport'. Dennoch ist er davon überzeugt, dass man von der großen Dauer der Beziehung profitiert: "Mercedes kennt uns sehr gut, und wir kennen die Leute dort." Das ist auch der Grund, warum sich laut Michael die Überraschung in Grenzen hielt, dass McLaren die Option auf eine Verlängerung der Zusammenarbeit nicht wahrgenommen hat: "Wir stehen ihnen sehr nahe. Es war ihnen bewusst, dass das eventuell passieren könnte."

Testet man vorzeitig mit Honda?

Mögliche Tests mit Honda in der kommenden Saison schließt Michael derzeit aus: "Das Testreglement betrifft das diesjährige und das nächstjährige Auto - McLaren könnte Honda also nicht mit einem 2014er-Chassis beliefern, um zu testen. Wir könnten ihnen auch nicht das 2013er-Chassis geben, um damit 2014 zu fahren. Das steht im sportlichen Reglement." Noch ist aber nicht ausgeschlossen, dass das Test-Reglement für die Saison 2014 geändert wird, um den Teams den Umstieg auf das neue Motorenreglement zu erleichtern. Das wäre eine Gelegenheit für McLaren und Honda, doch schon 2014 erstmals gemeinsam zu Testzwecken auf die Strecke gehen, wenn dies auch vertraglich möglich ist.

Fotoquelle: McLaren

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