Die FIA hat ihr erster Gremium, das ausschließlich aus Fahrern besteht

Formel 1 2013

— 31.05.2013

FIA Drivers' Commission: Mehr Freiheiten für die Fahrer

Ein neues Fahrergremium innerhalb der FIA verschafft Piloten künftig mehr Gehör: Beim ersten Treffen in Paris ging es vor allem um Einheitlichkeit



In Paris traf sich zum ersten Mal die "FIA Drivers' Commission", ein Gremium aus Fahrern verschiedener Disziplinen, das sich von nun an für mehr Mitspracherecht und Fahrermeinungen einsetzt. Hauptthemen der ersten Zusammenkunft waren der Einsatz von Stewards während der Rennen sowie eine fehlende Einheitlichkeit in der Bestrafung von "Verkehrssündern".

"Die Formel 1 wird extrem stark kontrolliert und reguliert, während das in anderen Serien nicht der Fall ist", stellt Ex-Formel-1-Fahrer Emanuele Pirro fest. "Wir brauchen mehr standardisierte Regularien. Das erforderliche Fahrverhalten ist nicht gleich in den verschiedenen Serien." Karun Chandhok (bis 2011 für HRT und Lotus am Steuer) stimmt dem zu: "Wenn fahrerisch das höchste Level erwartet wird, muss es auch für die Bestrafung von Rowdys Einheitlichkeit geben."

Die Kommission hat sich darauf geeinigt, dass durch alle FIA-Serien hindurch ein Fahrer als Steward oder zumindest als Berater eingesetzt werden soll. Das sieht auch Chandhok so: "Ich denke, die Fahrer sollten ein Mitspracherecht haben, wenn neue Regeln geschaffen werden." Als Beispiel nennt er das Qualifying-Modell der WEC. Das sei kompliziert und potenziell gefährlich.

Ein weiteres großes Ziel sei es nun, ein Bewusstsein für die neue Existenz der Fahrer-Kommission in den verschiedenen Serien zu schaffen. "Wir sind nun die Stimme der Fahrer", so Pirro. "Wir müssen jetzt Anregungen sammeln, sie voranbringen und abwägen, wie sinnvoll sie sind. Dazu müssen die Fahrer nur wissen, dass es uns gibt." Als Sammelbecken soll womöglich eine Internetseite dienen. Es ist der nächste Schritt nach Einführung des Fahrer-Stewards in der Formel 1.

Präsident der Drivers' Commission, Emerson Fittipaldi, ist überglücklich: "Ich danke Präsident (der FIA; Anm. d. Red.) Todt dafür, diese Kommission durchgebracht zu haben. Die FIA erlebt einen historischen Moment mit der Etablierung des ersten Fahrerforums, durch das die einzelnen Stimmen der Fahrer innerhalb der FIA gehört werden."

Fotoquelle: xpbimages.com

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