Williams-Pilot Valtteri Bottas könnte ein interessantes Kanada-Debüt erwarten

Formel 1 2013

— 03.06.2013

Jungfernfahrt für Bottas in Kanada

Williams rechnet in Montreal mit einem turbulenten Rennen - Regen und Strategie könnten Valtteri Bottas ein interessantes Kanada-Debüt verschaffen



Williams will nach dem holprigen Saisonstart in Kanada Boden gutmachen. Ein besonderes Wochenende dürfte es speziell für Valtteri Bottas werden, der die Strecke bisher noch nicht gefahren ist: "Das wird mein erster Mal in Montreal und ich freue mich sehr auf die Herausforderung." Die sei vor allem, die Grenzen des Autos möglichst schnell auszuloten und dann die gesamte Streckenbreite auszunutzen, ohne dabei zu viel Risiko einzugehen, so der Finne.

Vorfreude hat er auch auf die letzte Rechts-Links-Kombination des Circuit Gilles-Villeneuve: "Besonders freue ich auf die letzte Kurve, die "Wall of Champions", der Name ist echt ironisch." Einer, der die Schikane bereits gut kennt, ist sein Teamkollege Pastor Maldonado. Der Venezolaner weiß über die Tücken der Strecke: "Montreal ist eine der herausforderndsten Strecken, vor allem wenn es regnet, da die Niederschläge ziemlich heftig werden können." Das habe dann natürlich Auswirkungen auf die Strategie. Außerdem gebe es gewisse Stellen, an denen sich Pfützen bilden: "Das macht es noch schwieriger", gibt Maldonado zu bedenken.

Mike Coughlan, Technischer Direktor des Teams, hängt indes die Strategie hoch: "In Montreal braucht man von allen Strecken am wenigsten Zeit in der Boxengasse, nur 15,9 Sekunden. Das macht Strategien mit mehreren Stopps attraktiver." Die Chance auf Safety-Car-Phasen (die die Taktik umwerfen würden; Anm. d. Red.) sei allerdings relativ hoch, so der Brite. Renaults Strecken-Einsatzleiter Remi Taffin sieht eine weitere Besonderheit des Kurses: "Der Circuit Gilles-Villeneuve hat die kürzeste Einzelrundenzeit der ganzen Saison, man braucht im Durchschnitt nur 75 Sekunden (minimal kürzer als Monaco; Anm. d. Red.)", was an der Kombination aus der relativ kurzen Gesamtlänge und den langen Geraden liege, so Coughlan.

Für Bottas ist die Länge aber nicht die einzige Gemeinsamkeit mit der Strecke in Monte Carlo: "In mancher Hinsicht ist Kanada ähnlich zum letzten Rennen in Monaco, da es einige Kurven und Geraden gibt, die sehr eng an der Wand vorbeiführen." Eine weitere Ähnlichkeit fügt Maldonado an: "Die Strecke ist am Freitag noch sehr schmutzig, da sie nur einmal im Jahr genutzt wird, und es dauert bis zum Qualifying am Samstag, bis du etwas mehr Grip bekommst." Es sei deshalb interessant, eine Strecke zu fahren, die sich über das Wochenende hinweg so stark verändert, so der 28-Jährige.

Aufgrund dieser Besonderheiten scheint es schwierig, das perfekte Setup zu finden. "Die Bremsen haben es sehr schwer", wirft Coughlan ein, außerdem steigere sich durch den extrem glatten Untergrund, gepaart mit der niedrigen Reifenbelastung, die Tendenz zum Graining. Neuling Bottas prophezeit zudem, dass es auf eine gute Höchstgeschwindigkeit ankommen werde: "Das macht es im Rennen viel einfacher, sich zu verteidigen oder zu überholen. Wir müssen also einen guten Kompromiss zwischen Luftwiderstand und Anpressdruck finden."

Fotoquelle: xpbimages.com

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