Mercedes hat sich an der Hinterachse eine besondere Lösung einfallen lassen

Formel 1 2013

— 04.06.2013

Mercedes: Getriebe-Trick soll Reifenprobleme beheben

Wie die Mercedes-Ingenieure die Reifenprobleme an der Hinterachse beheben wollen und inwiefern dies ein Vorteil sein kann, wenn Pirelli die neuen Pneus bringt



Die Reifen entscheiden auch dieses Jahr ber Sieg oder Niederlage - wer sich am besten auf sie einstellen kann, der hat die besten Erfolgsaussichten. Vor allem das Mercedes-Team hatte in den vergangenen Jahren groe Probleme mit den Hinterreifen - der Verschlei war zu gro. Aus diesem Grund lieen sich die Ingenieure in Brackley fr 2013 etwas Besonderes einfallen: Wie 'auto motor und sport' berichtet, wurde das Getriebe des Boliden in einen Karbonrahmen eingebaut, der dem Team mehr Abstimmungs-Spielraum bei der Hinterrad-Aufhngung erlaubt.

Welchen Vorteil das hat? Whrend die Aufhngung bei den anderen Teams direkt ans Getriebe geschraubt ist, das nur alle fnf Rennen gewechselt werden darf, will man keine fnf Startpltze verlieren, kann Mercedes stndig nderungen machen, weil der Karbonrahmen nicht von den Reglementeinschrnkungen betroffen ist.

Mercedes hat mehr Spielraum bei der Hinterrad-Aufhngung

Das gibt dem Team enorme Flexibilitt, auch wenn es nur darum geht, neue Lsungen auszutesten und das Auto dann wieder umzubauen. Bereits Lotus hat diese Saison bewiesen, dass die Aerodynamik 2013 nicht mehr das Allheilmittel ist, und sich eine Konzentration auf die Radaufhngung in Hinblick auf die Pirelli-Reifen auszahlen kann. Mit dem Gehusetrick knnte auch Mercedes profitieren, denn nach ermutigenden Ergebnissen zu Saisonbeginn hat sich der F1 W04 auch dieses Jahr an der Hinterachse als "Reifenfresser" erwiesen.

Mercedes kann nun dem Problem mit unterschiedlichen Aufhngungs-Geometrien auf den Grund gehen. Bereits beim Grand Prix von Spanien waren die "Silberpfeile" mit einer vernderten Hinterrad-Aufhngung unterwegs gewesen - es ist davon auszugehen, dass man auch bei den kommenden Rennen in diesem Bereich unterschiedliche Varianten testen wird, zumal das berhitzungsproblem noch nicht gelst scheint, auch wenn man in Monaco das Rennen gewonnen hat.

Joker im Reifenpoker?

Das liegt aber vor allem daran, dass Nico Rosberg auf Nummer sicher ging und das Tempo derart verlangsamte, damit er mit einem Boxenstopp ber die Distanz kommt - an berholmanver war in den Huserschluchten im Frstentum ohnehin nur schwer zu denken. Bei Mercedes gab man sich nach dem Sieg pessimistisch, dass die Reifenprobleme bereits gelst sind.

Wenn dann in Silverstone wie geplant der neue Pirelli-Hinterreifen an die Teams geliefert wird, hat Mercedes mit dem Gehuse-Trick ein weiteres Ass im rmel. Man kann auf die vernderten Gegebenheiten schneller reagieren als die Konkurrenz - unter der Bedingung, dass man das Reifenrtsel geknackt hat und versteht, was ntig ist, um den Mercedes-Boliden schnell zu machen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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