Force India ist bisher die positive Überraschung der Saison

Formel 1 2013

— 04.06.2013

Force India: Mallya will beim Jubiläumsrennen Podestplatz

Nach Adrian Sutils fünftem Platz in Monaco will Teamchef Vijay Mallya in Kanada mehr - Gelingt dem Team beim Jubiläumsrennen der Sprung aufs Podest?



Der Höhenflug von Force India geht weiter: Die Truppe von Vijay Mallya errang beim Grand Prix von Monaco mit Adrian Sutil den fünften Platz - der Deutsche war mit seinen Überholmanöver für viele der "Mann des Rennens". Und Teamkollege Paul di Resta beeindruckte mit einer tollen Aufholjagd und sammelte als Neunter immerhin WM-Punkte.

Vor dem Grand Prix von Kanada liegt das Team auf dem fünften Platz in der Konstrukteurs-WM und ist damit erster Verfolger der Topteams Red Bull, Ferrari, Lotus und Mercedes. Zudem hält man mit McLaren ein weiteres Spitzenteam sogar in Schach.

Sutil, dem das Pech diese Saison einige Male an den Fersen klebte, freut sich, dass die Durststrecke mit dem besten Monaco-Ergebnis seiner Karriere endlich vorüber ist: "Das hat sich sehr gut angefühlt. Nach vier schwierigen Rennen war so ein Ergebnis fällig. Wir haben einige Gelegenheit ausgelassen, aber ich habe mein Bestes gegeben, um weiter positiv zu denken, denn ich konnte das Potenzial des Autos sehen."

Nach Monaco-Show: Sutil will endlich gutes Kanada-Ergebnis

Dennoch war auch das Monaco-Wochenende für Sutil eine Herausforderung: "Ich habe am Samstag Streckenzeit verloren und meinen Frontflügel in der ersten Runde des Rennens beschädigt. Insgesamt kann ich also sehr zufrieden sein, mit dem fünften Platz davonzukommen." Trotz des suboptimalen Rennauftakts entwickelte sich der Grand Prix nach dem Geschmack des Gräfelfingers.

"Ab der ersten Runde hatte ich das Gefühl, dass es in der Schikane die Möglichkeit gibt, andere Autos zu überholen", spricht er über seine tollen Manöver am Hafen. "Nach dem Restart, als alle Autos im Stau standen, sah ich den Abstand und riskierte. Zuerst kam ich an Jenson vorbei und dann auch an Fernando. Das Überholen fühlt sich immer gut an, aber in Monaco ist es noch einmal etwas anderes, denn man muss die Situation ganz genau einschätzen."

Jetzt freut er sich auf den Grand Prix von Kanada: "Es handelt sich definitiv um eines meiner Lieblingsrennen im Kalender, denn die Stadt ist toll. Zudem ist die Strecke interessant und ungewöhnlich, und das Rennen kann lang sein - mit unterschiedlichen Szenarios und Strategiemöglichkeiten. Ich mag den Kurs, aber aus irgendeinem Grund hatte ich dort nie gute Ergebnisse. Hoffentlich können wir das dieses Jahr ändern."

Di Resta peilt Spitzenposition an

Teamkollege di Resta sieht das Monaco-Wochenende nicht so positiv wie Sutil, obwohl er von Platz 17 in die Punkte fuhr: "Es zeigt, wie konkurrenzfähig wir sind, dass wir mit Platz neun ein bisschen unzufrieden waren. Ich hatte ganz klar das Gefühl, dass wir mehr Punkte hätten holen können, aber durch die Probleme im Qualifying waren wir ins Hintertreffen geraten. Aber so ist das mit Monaco, es gibt immer um die Position auf der Strecke. Dennoch habe ich die paar Überholmanöver in der ersten Kurve sehr genossen. Obwohl mehr möglich gewesen wäre, bin ich froh, meine Serie der Zielankünfte in den Punkten weitergeführt zu haben."

In Kanada feiert Force India das 100. Rennen in der Teamgeschichte. Di Resta rechnet damit, dass man auch beim Jubiläumsrennen stark auftreten wird: "Wir waren dieses Jahr auf jeder Strecke konkurrenzfähig. Das muss man dem Team zugute halten, und wir rechnen damit, auch in Kanada unser übliches Niveau zeigen zu können. Traditionell handelt es sich um einen Strecke, die uns liegt, also sind wir zuversichtlich, dass wir wieder um Spitzenpositionen kämpfen können. 100 Rennen sind eine große Errungenschaft, und es ist schön, wie das Team in diesem Zeitraum gewachsen ist. Das muss man den Besitzern hoch anrechnen - hoffentlich können wir ihnen am Sonntagabend etwas zum Lächeln geben."

Der Schotte erkennt Parallelen zwischen Monaco und Montreal: "Es ist eng, denn es handelt sich um einen Straßenkurs - daher ist es eine weitere Strecke, wo es keinen Spielraum für Fehler gibt. Die Geschwindigkeit auf der Geraden ist wichtig, und das Auto muss beim Bremsen stabil sein und über die Randsteine gut funktionieren." Die Strecke an sich sei "unüblich", produziere aber "spannende Rennen. Zudem gibt es gute Überholmöglichkeiten", zieht er ein positives Fazit.

Mallya fühlt sich in Fahrerwahl bestätigt

Teamchef Mallya ist die Freude über das tolle Ergebnis in Monaco nach wie vor anzumerken: "Die Emotionen von Monaco sind noch frisch, aber unsere Aufmerksamkeit wendet sich nun Montreal zu, wo der Grand Prix von Kanada stattfinden wird. Beide Fahrer und die Mannschaft haben in den Straßen von Monte Carlo eine großartige Leistung geboten, und es ist sehr zufriedenstellend, dass wir nach dem ersten Saisondrittel in der WM-Wertung Fünfter sind."

Der Inder zeigt sich vor allem mit seiner Fahrerpaarung sehr zufrieden: "Das Monaco-Rennen hat die wahre Klasse unserer zwei Fahrer gezeigt, und hat wahrscheinlich dabei geholfen, einige Kritiker des Teams zum Verstummen zu bringen. Adrian Manöver gegen zwei Ex-Weltmeister werden uns noch lange in Erinnerung bleiben - das Gleiche gilt für Pauls entschlossene Performance, als er von Platz 17 auf Rang neun nach vorne fuhr."

Podest beim Jubiläum?

Jetzt hofft Mallya auf den nächsten Schritt: "Ich denke, wir klopfen an unsere erste Podestplatzierung seit 2009 an - und es ist Zeit, diesen so wichtigen Schritt zu machen. Montreal wäre ein toller Ort, um das zu schaffen. Man kann dort gut überholen, und unser Auto hat bisher das Renntempo gezeigt, um im Bereich der Spitze ins Ziel zu kommen - also ist alles möglich."

Mallya ist auf seine Mannschaft stolz: "Wir haben gute Ergebnisse erreicht und 44 Punkte geholt - trotz einiger sehr unglücklicher Umstände. Mit etwas mehr Glück wären wir sogar noch weiter vor McLaren - der Fokus liegt aber in der Zukunft. Wir wissen, dass unsere Rivalen bei den kommenden Rennen konkurrenzfähiger sein werden, aber wir haben gezeigt, dass wir im Kreis der großen Teams mitspielen können - das wollen wir auch bei den kommenden Rennen fortsetzen."

Davor steht aber der 100. Grand Prix für Force India auf dem Programm - viel hat sich seit dem Debüt verändert: "Als wir 2008 angefangen haben, da war es unser Vorhaben, das Q1 zu überwinden, und wir haben von Punkten geträumt. Ein Blick darauf, wo wir jetzt stehen, ist daher sehr belohnend und motiviert uns, auch bei den kommenden 100 Rennen so hart weiterzuarbeiten."

Fotoquelle: xpbimages.com

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