Nico Rosberg hofft, dass seine Ingenieure für Kanada wieder etwas gefunden haben

Formel 1 2013

— 07.06.2013

Montreal: Nächste Pole-Position für Rosberg?

Der stärkste Gegner im eigenen Team? Mercedes-Pilot Nico Rosberg ist nach seinem Sieg in Monte Carlo zumindest für das Qualifying in Montreal sehr optimistisch...



Mit drei Pole-Positions in sechs Rennen ist Nico Rosberg 2013 der bisher beste Qualifyer der Formel 1. Diese Stellung möchte der Mercedes-Pilot am kommenden Wochenende beim Grand Prix von Kanada weiter ausbauen - und dafür ist er auch recht optimistisch. Denn zumindest auf die schnelle Einzelrunde sollte sein Silberpfeil auf dem Hochgeschwindigkeits-Kurs in Montreal konkurrenzfähig sein.

"Im Qualifying bin ich mir sicher, dass ich wieder recht weit vorne sein werde, weil unser Auto einfach schnell ist", erklärt Rosberg im Interview mit 'Motorsport-Total.com' und 'Sportradio360.de' . Allerdings sei eine neuerliche Pole-Position keineswegs in Stein gemeißelt, "weil die Strecke vom Downforce-Level her schon anders ist. Hier gibt es sehr viele Geraden, deswegen nimmt man den Heckflügel runter - und man hat insgesamt viel weniger Downforce. Das könnte das Feld schon ein bisschen neu durchmischen."

Dazu kommt, dass er den stärksten Gegner womöglich im eigenen Team hat: Lewis Hamilton liebt den Circuit Gilles Villeneuve, feierte dort 2007 auf McLaren seinen ersten Grand-Prix-Sieg überhaupt und hat noch keines seiner fünf Qualifying-Stallduelle gegen Fernando Alonso, Heikki Kovalainen oder zuletzt Jenson Button verloren. Hinzu kommt, dass Montreal - ähnlich wie Bahrain - ein sehr traktionslastiger Kurs ist, was für den reifenmordenden Mercedes-Silberpfeil gerade im Rennen Gift sein könnte.

Kanada ein schwierigeres Pflaster als Monaco?

"Aber ansonsten bin ich schon sicher, dass ich im Qualifying recht weit vorne sein werde, und dann kommt es halt drauf an, wie wir unsere Reifen im Rennen beanspruchen. Das ist immer noch ein großes Problem, das wir haben", gibt Rosberg zu. "Monaco lag uns einfach von der Strecke her ein bisschen besser, aber das Problem ist definitiv noch vorhanden. Man muss jetzt einfach abwarten und sehen, wie wir das im Griff haben; ob es reicht, um im Rennen eine richtige Top-Platzierung zu erreichen oder nicht."

Sich gegen schnellere Autos zu verteidigen, die von hinten drängen, wird in Montreal jedenfalls ungleich schwieriger als zuletzt in Monte Carlo: "Das Qualifying ist wichtig, ja, aber vielleicht nicht das Wichtigste. Das Rennen selbst ist das Wichtigste, und dann auch der Reifenverschleiß, der in Montreal immer sehr hoch ist. Das wird auch entscheidend sein", weiß Rosberg. "Und natürlich kann man in Montreal auch sehr gut überholen. Man muss schon einen sehr guten Rennspeed haben, um das Rennen auch vorne zu beenden."

Schlechtes Wetter macht Rosberg nichts aus

Am kommenden Sonntag vielleicht auch ein bisschen Beistand vom Wettergott, denn die Prognose für die nächsten Tage ist schlecht: Regen am Freitag und Samstag, möglicherweise auch am Sonntag - und das bei kühlen Temperaturen von rund 20 Grad Celsius. Rosberg ist das gleichgültig: "Die Wettervorhersage ist bis Samstag sehr durchwachsen, aber am Sonntag soll es schön sein. Unser Auto liegt aber im Trockenen und im Nassen recht gut. Das sollte also nicht das Problem sein."

Schönwetter wäre allerdings für die Veranstaltung an sich wünschenswert, denn bei Sonnenschein ist der Grand Prix von Kanada jedes Jahr eines der tollsten Formel-1-Feste: "Das ganze Wochenende ist einfach gut, weil man hier eine gute Atmosphäre hat. Die Fans sind super, die Stadt ist schön. Alles passt zusammen", lobt Rosberg und meint damit auch den Circuit Gilles Villeneuve selbst: "Mir gefällt der Kurs sehr gut. Es ist ein schwieriger Kurs, sehr interessant mit den ganzen Kerbs und Schikanen."

Im Kopf denkt er schon seit Tagen nur noch an Kanada, auch wenn er sich natürlich gerne an seinen insgesamt zweiten Grand-Prix-Sieg zurückerinnert: "Ich freue mich immer noch, wenn ich dran denke", sagt Rosberg über Monaco. "Es waren schöne Momente, aber in der Formel 1 ist alles so schnelllebig, dass ich schon ein paar Tage danach voll auf Montreal fokussiert war. Ich war in der Firma und habe mit den Ingenieuren besprochen, was wir aus Monaco lernen und für Montreal besser machen können. Das geht sehr, sehr schnell."

Fotoquelle: xpbimages.com

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