Formel 1 2013

— 12.06.2013

Coulthard: "McLaren ist ganz unten angelangt"

Ex-Pilot David Coulthard sorgt sich um den Zustand seines ehemaligen Teams und glaubt, dass auf McLaren in der nächsten Saison neue Probleme zukommen werden





Abgesehen von der Saison 2007 war McLaren in jedem der vergangenen acht Jahre unter den drei besten Teams in der Konstrukteurswertung vertreten; in jenem angesprochenen Jahr wäre ohne Punktabzug und Ausschluss sportlich sogar der Titel herausgesprungen. Doch was das britische Traditionsteam in dieser Saison leistet, erfüllt bei weitem nicht den Anspruch, den man in Woking hat. Aktuell hält man nach sieben Rennen 37 Zähler in der Hand. Zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr waren es 133 - und Lewis Hamilton führte mit 88 Punkten die WM-Tabelle an.

Doch aktuell müssen sich die Chrompfeile als Sechster selbst hinter dem aufstrebenden Force-India-Team einsortieren. In Kanada folgte der nächste Tiefpunkt: Zum ersten Mal seit 64 Rennen blieb McLaren am Sonntag punktelos, obwohl sowohl Jenson Button wie auch Sergio Perez die Zielflagge ohne nennenswerte Zwischenfälle sahen. Einer, der mit McLaren durch alle Höhen und Tiefen gegangen ist, ist David Coulthard.

Zwar erlebte der Schotte 2004 eine ähnlich enttäuschende Saison mit dem Team, doch in seiner 150 Rennen andauernden Liaison mit McLaren war das Team von Ron Dennis nie schlechter als Fünfter in der Konstrukteursmeisterschaft. "McLaren ist für die Verhältnisse des Teams ganz unten angelangt", urteilt der Schotte, der 2001 die Vizemeisterschaft holen konnte, gegenüber 'MotorSport'.

Der heutige TV-Experte sucht eine Erklärung für den plötzlichen Einbruch des Teams: "Es gibt so viele Änderungen in diesem Team - Mercedes ist bald weg, Sponsoren gehen. In der Vergangenheit wusste man, dass sie zurückschlagen würden, und ich bin sicher, dass sie das auch tun werden, aber das ist bereits eine lange Durststrecke." Die Frage ist nur: Wann? Denn für die kommende Saison prognostiziert der Ex-Pilot durch die bevorstehende Ankunft von Honda neue Schwierigkeiten.

"Das nächste Jahr wird für das Team sehr unangenehm", glaubt er. "Die Beziehung zu Mercedes hält schon so lange an, und plötzlich wird es so sein, als würde man das Haus mit der Ex-Frau und mit der neuen Freundin teilen. So etwas kann nicht angenehm sein. Die Technologie wird viel besser kontrolliert werden, das Personal wird nicht mehr die gleichen Rechte haben. Es wird überall Security geben, denn es geht um geistiges Eigentum, das die Unternehmen trennt."

Fotoquelle: xpbimages.com

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