Nico Hülkenberg muss derzeit erfahren: Lehrjahre sind keine Herrenjahre

Formel 1 2013

— 14.06.2013

Hülkenberg geduldig: "Jenson war auch viele Jahre bei Honda"

Nico Hülkenberg bleibt trotz der aktuellen Sauber-Krise gelassen und glaubt, dass er irgendwann seine Chance erhalten wird - Jenson Button als motivierendes Beispiel



Eigentlich sollte es für Nico Hülkenberg in diesem Jahr aufwärts gehen, doch der Sprung von Force India zu Sauber hat dem Deutschen bisher noch kein Glück gebracht. Fünf magere Pünktchen konnte der Emmericher bisher in dieser Saison holen, während sein ehemaliges Team mit 51 Punkten sogar McLaren in Schach halten kann. Eigentlich sollte der Wechsel die Zwischenstation auf dem Weg zu einem Topteam sein, doch Hülkenberg gibt sich diesbezüglich geduldig.

"Wenn man andere Leute anschaut, dann sind es sehr wenige, die in die Formel 1 kommen und gleich ein Siegerauto haben", weiß der Sauber-Pilot bei 'Autosport', wie schwierig es trotz guter Junior-Ergebnisse ist, in der Formel 1 Fuß zu fassen. In den vergangenen Jahren saß lediglich Lewis Hamilton gleich in einem Siegerauto - der Einstand von Jacques Villeneuve im Weltmeister-Williams 1996 ist gar schon 17 Jahre her.

Die meisten Piloten müssen sich den Platz in einem Topteam erst durch Leistungen innerhalb der Formel 1 erkämpfen - ohne Hamilton & Co. die Fähigkeiten vor dem F1-Einsatz absprechen zu wollen. Bei manchen Fahrern dauert dies eben etwas länger als bei anderen Fahrern. "Ich weiß, dass Jenson (Button; Anm. d. Red.) viele Jahre bei Honda war und seine Fähigkeiten nicht zeigen konnte, weil das Auto für ihn nicht gut genug war", sagt Hülkenberg.

"Das passiert manchmal, aber natürlich hätte man als Fahrer liebend gerne ein Auto, dass es einem ermöglich, gute Leistungen zu zeigen - aber man muss geduldig sein", so der Sauber-Pilot. Für Jenson Button zahlte sich die Geduld irgendwann aus: Nach dem Honda-Abgang folgte ein Traumjahr mit Brawn und der Weltmeistertitel. Ähnlich düster wie bei Button zu Honda-Zeiten sieht es derzeit bei Sauber aus.

Zuletzt fuhr Hülkenberg vier Rennen lang nicht in die Punkte. "Es ist hart. Es hat nicht so funktioniert wie erwartet, aber so ist das Leben", nimmt es der 25-Jährige gelassen. Lamentieren helfe jetzt sowieso nicht weiter. "Wir müssen ruhig bleiben und uns auf die aktuelle Situation konzentrieren. Es gibt noch eine zweite Saisonhälfte, wo wir hier und da mehr Punkte einfahren müssen."

Doch dazu müsse auch der C32 schneller werden. "Wir müssen noch beweisen, dass wir das Auto verbessern können", fordert Hülkenberg von seinem Team. Dass ein Schritt nach vorne gelingen kann, davon ist der ehemalige GP2-Meister vollends überzeugt. "Aber wie groß der Schritt sein wird, und wie viel wir in dieser Saison umsetzen können, das werden wir erst sehen."

Fotoquelle: Sauber

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